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Zitat von Abwehrtitan
Das Biosiegel ist, wie viele andere sogeannte Qualitätsiegel stark überarbeitungsbedürftig. Ferner sind diese a) viel strenger zu überwachen (und notfalls Vesrtöße zu sanktionieren - u.a mit Entzug des Siegels) b) muss "Unterschleif" (Korruption) deutlich besser überprüft werden (hier liegt das große Problem - wenn ich den nicht mehr schmieren kann den ich schmieren will, schmiere ich eben den, der das kontrolliert). Solange man hier nichts tut, solange sind solche Siegel Makulatur.
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Und erfüllen damit genau den Zweck, für den sie eingeführt wurden. Nicht, um irgendwelche Zustände zu verbessern, sondern um den Verbrauchern ein gutes Gewissen zu verschaffen. Funktioniert hervorragend.
Tierwohllabel ist genau so eine lächerliche Farce, die dem gleichen Zweck dient.
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Zitat von Abwehrtitan
Ich bleibe dabei, Tönnies muss "sterben"
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Nicht nur Tönnies, im Grunde alle Schlachthöfe. Westfleisch & Co sind doch keinen Deut besser.
Wenn ich bei Tönnies allerdings das Tiergebilde auf dem Gebäude sehe, krieg ich schon wieder Puls.
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Zitat von Abwehrtitan
Fleisch muss zwingend eine andere Wertung in unserer Gesellschaft erhalten
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Auch wenn Du die Jungs nicht magst, wie sagte noch einer der beiden von Vegan-ist-ungesund in dieser Talkrunde:
Die Menschen haben vergessen, was töten bedeutet.
Das trifft es sehr gut.
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Zitat von Abwehrtitan
Nach einer Studie ich kürzlich las, habe ich unseren Haushalt überprüft. Die Behauptung der Studie, es werden fast 30 % der gekauften Artikel/Lebensmittel nicht konsumiert sondern der Müllverbrennung zugeführt. Beobachtung hier bei mir, gute 10 %!, was mich sehr erschrocken hat. Wenn früher etwas verdarb (was kaum vorkam) hat man sich dafür geschämt.
Wir können mit einem derartig großen Angebot gar nicht umgehen, und es dient einzig der Entleerung unserer Geldbörsen.
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Völlige Zustimmung.
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Zitat von Abwehrtitan
Summa Summarum, entschuldige, ich bin leider etwas abgeschweift, wir alle müssen dringend und zwingend unser Konsumverhalten ändern, wenn wir das nicht alleine schaffen muss das der Staat für uns übernehmen. Wenn es dem Markt überlässt gehts schief, wie zu sehen.
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Hier sehen wir das Dilemma: Der Staat = die Regierung hat kein Interesse daran (Lobbyismus) und der Markt erst recht nicht. Durch viele bunte Bilder halten die Unternehmen die Kundschaft bei der Stange. Nestlé und Co haben doch überhaupt kein Interesse an gesunder Ernährung der Kundschaft und dass sich die Konsumenten verstärkt an der Obst- und Gemüsetheke bedienen, das würde deren Umsätze und Gewinne schmälern. Die müssen aber weiter steigern, also wird es den Konsumenten weiter schmackhaft und einfach gemacht.
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Zitat von Abwehrtitan
Vegan ist dafür aber keine ausreichende Lösung
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Aber ein sehr wichtiges Puzzleteil.
Momentan sind aber noch 99% der Bevölkerung dermaßen gefangen in ihrer jahrzehntelang gehirngewaschenen Vorstellung von "ausgewogener" Ernährung und in ihrer zugehörigen Sturheit, dass sie eine vegane Ernährung kategorisch und mit Vehemenz ablehnen. Bzw. sie haben nichts gegen Veganer, so lange sie es selbst nicht
müssen. Wie die Windräder, die sind auch nur toll, wenn sie woanders gebaut werden, nur nicht in direkter Nachbarschaft oder vor der eigenen Tür. Sieht man bestens hier im Thread.
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Zitat von Abwehrtitan
Ich habe vor vielen Jahren begonnen zurückzukehren zu altem Verhalten, (nicht zu 100 % schaff ich noch nicht), Lebensmittel versuche ich in der Hauptsache vom Hofladen zu holen, vieles baue ich selbst an, den Rest wähle ich aus den Supermärkten aus. Danei entscheide ich generell nicht mehr nach dem Preis, ich lese nach soweit möglich, über den Hersteller (heute kann man sich ziemlich intensiv infomieren). Möglichkeiten wie unverpackt Läden, fair trade Siegel, auch Bio (obwohl nicht ausreichend qualifiziert nach meiner Meinung) bevorzuge ich. Würden das alle tun, verschwänden eine Menge Waren aus den Regalen.
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In der Tat. Die wenigsten haben aber Lust dazu, sich damit zu beschäftigen, diesen Aufwand zu betreiben, und die Lebensmittelindustrie macht es ihnen entsprechend leicht.