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Alt 07.01.2021, 18:33
Klabauterschlumpf Klabauterschlumpf ist offline
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Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Und viele Selbstversorger, die vegan leben, düngen bereits vegan. Ist halt im Moment noch deutlich teurer. Deshalb kaufen es die Ökobauern ja auch nicht. Aber das kann sich ändern.
Selbstversorger benutzen keine zugekauften Dünger, sonst wären's keine Selbstversorger.


ein Grundprinzip in der Permakultur und bei Demeter ist die Kreislaufwirtschaft. Ein Kreislauf ist auch die Grundlage für Selbstversorgung.





Ein paar Zitate

Zitat:
2.4. Grundsätze

Landwirtschaft, Ökologie, Evolution und Nahrungssicherheit

* Überall auf der Welt prägen sich Höfe regional aus. Jeder Hof wird als individueller Organismusgestaltet, der aus sich selbst heraus lebensfähig ist. Auf diese Weise schaffen wir vielfältige ökologische, kulturelle und soziale Lebensräume für die weitere Entwicklung von Pflanzen, Tieren und Menschen.

* Durch die Haltung von Wiederkäuern, insbesondere horntragender Rinder, vielfältige Frucht-folgen, gezielte Pflege und Kompostierung des organischen Düngers und den Einsatz der biologisch-dynamischen Kompostpräparate beleben wir den Boden und vermehren seine Fruchtbarkeit stetig.



Zitat:
7. ALLGEMEINE REGELUNGEN ERZEUGUNG
Richtlinien für die Anerkennung der Demeter-Qualität für die Erzeugung

7.1. Grundsätzliches zur Erzeugung

(2) Tierhaltung, Pflanzenbau und Düngerwirtschaft sind ausgewogene Teile in einem zusam-menhängenden landwirtschaftlichen Organismus, entweder als ein individueller Gemischtbetrieb oder als Kooperation aus mehreren Betrieben.



Zitat:
7.11. Garten-, Obst- und Weinbau

Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie Dauerkulturen wie Obstbau, Hopfenbau und Baumschulen inkl. Spargel und Rhabarber, Gemüse- und Zierpflanzenbau, Obstbau, Hopfenbau und sonstige Dauerkulturen sollen ebenso wie der Ackerbau Organe des landwirtschaftlichen Betriebes sein. Überwiegend auf diese Be-triebszweige aufbauende Betriebe bedürfen besonderer Betriebskonzepte.

Im intensiven Gartenbau machen die häufig wechselnden Kulturen auf dem gleichen Stück Erde einen besonders schonenden Bodenaufbau erforderlich. Im Sinne eines geschlossenen Be-triebskreislaufs und der Betriebsindividualität ist eine eigene Tierhaltung anzustreben. Ist diese nicht möglich, ist eine Futter-Mist-Kooperation empfehlenswert.

Zur Ergänzung der Fruchtfolge werden Vertreter vielfältigster Pflanzenfamilien (z. B. Phacelia, Buchweizen usw.) für den Zwischenfruchtanbau angebaut. Ebenso sollen Leguminosen und Gramineen unter den Gesichtspunkten von Bodenaufbau und N-Fixierung und Blütenpflanzen zur Nützlingsförderung einen festen Platz in der Fruchtfolge einnehmen.



Zitat:
7.11.5. Düngung und Fruchtfolge

Präparierte Komposte aus den betrieblichen Kreisläufen, ergänzt durch Mist horntragender Wiederkäuer und der Leguminosenanbau sind die wichtigsten Grundlagen der Düngung. Wenn Mist und andere organische Materialien von außen beschafft werden müssen, wird besondere Sorgfalt gelegt auf Herkunft und die Vermeidung von eventuellen Rückständen von z. B. Pflan-zenschutz-, Desinfektions-, und Tierarzneimitteln.



In der Fruchtfolge nehmen Gründüngungen mit Leguminosengemengen sowie Futterbau einen wichtigen Platz zur Nährstoffversorgung der Kulturen ein. Circa ein Drittel der Fruchtfolge im Freiland muss mit einer Gründüngung und/oder Futterbau belegt sein. Während der Vegetati-onsperiode sind ertragsfreie Flächen mit Zwischenbegrünungen belegt. Im Winter sind die Flächen umfangreich begrünt.




Wenn Stickstoffdüngung mit Mist wegfiele, wieviel Ackerflächen wolltest du dafür hernehmen, um es mit Gründüngung zu machen? Und die absolut sinnvolle Idee mit dem Kreislauf würde plattgemacht werden.

Geändert von Klabauterschlumpf (07.01.2021 um 18:38 Uhr)
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