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AW: Donald Trump neuer Präsident der USA
Muss ich tatsächlich hier etwas beweisen?
Im Wahlkampf 2016:
Die Demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist entschlossen, den Kriegskurs der Vereinigten Staaten fortzusetzen und auszuweiten. Das bekräftigte Clinton am 31. August in einer Rede vor der Amerikanischen Legion, einem Verband der Kriegsveteranen.
Die Kandidatin gelobte, als Präsidentin werde sie dafür sorgen, dass die USA die dominierende Militärmacht der Welt bleiben würden.
Clinton nannte wiederholt Russland und China als mögliche Ziele eines amerikanischen Kriegs, obwohl jeder derartige Konflikt die Gefahr eines Atomkriegs heraufbeschwören würde. Einmal mehr betete Clinton die unbewiesenen Anschuldigungen gegen Russland herunter und erwähnte die angeblichen russischen Hacker- und Cyberangriffe, zum Beispiel gegen das Nationalkomitee der Demokraten. Sie erklärte: *Als Präsidentin werde ich klarstellen, dass die Vereinigten Staaten Cyberangriffe wie jeden anderen Angriff behandeln. Wir werden darauf mit massiver politischer, wirtschaftlicher und militärischer Vergeltung reagieren.*
*Wir müssen sicherstellen, dass das US-Waffenarsenal für zukünftige Bedrohungen gerüstet ist.*
Clintons Rede war gespickt von Seitenhieben auf den Republikanischen Gegenkandidaten Donald Trump, wobei sie ihn ausnahmslos von rechts angriff. Sie beschuldigte ihn, er habe die traditionelle Verpflichtung der Demokraten und Republikaner aufgegeben, die Vereinigten Staaten als führende Weltmacht zu erhalten. Außerdem sei er nicht bereit, das Militär einzusetzen, um die US-Interessen zu verteidigen.
*Wir dürfen unsere militärische Überlegenheit nicht einbüßen. Das bedeutet, wir müssen dem Pentagon eine stabile, kalkulierbare Finanzierung ermöglichen, damit es vernünftige Investitionen tätigen kann*, erklärte sie, und verurteilte die *Sequester*-Deckelung der Militärausgaben, die als Teil der Haushaltskürzungen von beiden Parteien verhängt worden war. Das US-Militär müsse *auf jedem Gebiet in kürzester Zeit einsatzbereit sein, nicht nur an Land, auf dem Wasser, in der Luft und im Weltraum, sondern auch im Cyberspace.*
Mit Bezug auf Obamas Truppenabzug aus Irak und Afghanistan erklärte Clinton: *Wir haben mehr als hunderttausend Soldaten aus dem Irak und Afghanistan abgezogen, so dass sie nach Hause kommen, sich ausruhen und für künftige Ereignisse trainieren können.* Diese *Ereignisse* zählte sie später auf: *Wir müssen auf neue Bedrohungen von Staaten wie Russland, China, Iran und Nordkorea reagieren **
*In diesen Wahlen darf es nicht um Ideologie gehen. Es geht nicht nur um Unterschiede in der Politik. Es geht darum, wer die Erfahrung und die Fähigkeiten besitzt, Präsident und Oberbefehlshaber zu sein.*
Die Washington Post schrieb in ihrer Berichterstattung: *Clinton hat zwar in ihrer Rede ihre ständige Kritik wiederholt, dass Trumps populistische außenpolitische Ideen gefährlich und undurchführbar seien. Sie ging aber darüber hinaus und begründete ihre eigene Position als Internationalistin, die in Fragen des Engagements im Ausland politisch rechts von Trump steht.*
Die Zeitung fügte hinzu, Clinton habe im Vorwahlkampf gegen den Senator von Vermont, Bernie Sanders, versucht, ihren Ruf in der Außenpolitik herunterzuspielen und davon abzulenken, dass sie 2002 dem Irakkrieg zugestimmt hatte und beim Eingreifen in Libyen und Syrien die Position eines Falken einnahm. Das habe sich im jetzigen Wahlkampf geändert, und Clinton *nutzt ihre Unterstützung für Grundsätze der nationalen Sicherheit * um Unterstützung von Republikanern zu gewinnen.*
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