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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobili
Einfaches Beispiel:
Samstags Spiel, 100 KM je Strecke, vorher schon aufgrund Stress keine Zeit zum Laden und noch Restreichweite (offiziell) 250 KM. Nach dem Spiel noch spontan in die Großstadt feiern.
Heute ist im Focus wieder so ein Teslawerbeartikel.
Man tönt, dass man mit dem Model 3 sensationelle 330 KM bei Minus 2 Grad gekommen wäre.
Liest man genau, dann ist der Fahrer ohne Heizung und mit Tempomat 115 unterwegs gewesen. Nur Autobahn.
Nun habe ich mich etwas eingelesen und der "Verbrauch" dürfte mit Licht, Radio und 20 Grad Innentemperatur zuzüglich Innenstadtverkehr mit Ampeln und einer Reisegeschwindigkeit von 140 dann doch eher in Richtung realer 200 KM gehen. Suchen und warten an der Ladesäule inkl. Umweg noch hinzu.
Für jeden, auf den mein Beispiel von oben ab und an mal passt völlig unpraktikabel. Der Zeitfaktor ist für mich entscheidend. Weitere Beispiele wurden ja hier genannt.
Und da gibt es, das wurde ja hier schon ausführlich dokumentiert, keine physikalisch mögliche Lösung. Selbst wenn alles machbar gemacht wird und ein Roboter an einer Tanke mit 2000 KW Anschluß das 50 KG Kabel dann an das Auto bugsiert, ja dann entsteht immer noch soviel Abwärme beim Laden, dass ein Auto ohne extrem runtergekühlt zu werden in Flammen aufgeht. Sprichwörtlich müsste der Lasevorgang dann in einem Kühlhaus stattfinden. Wobei dann wiederum das Problem bestünde, dass der Rest des Fahrzeugs extrem schnell verschleißt. Die wenigsten Materialien können solche Temperaturunterschiede ab.
Nicht umsonst sind große Rechner mittlerweile alle wassergekühlt. Ein E-Auto, welches wirklich dauerhaft 200 und mehr fahren könnte müsste ein komplettes Kühlsystem haben.
Aber für die Stadt als Zweitwagen, da finde ich die Dinger durchaus praktikabel, wobei zur Zeit sicher der Erwerb eines kleinen, gebrauchten Benziners doch noch deutlich wirtschaftlicher sein sollte als ein Zoe, wo alleine zusätzlich 100 Euro Batteriemiete im Monat fällig wird.
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