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Zitat von Snape
Streitest Du allen Ernstes ab, dass es Doppelmoral ist, sich gegen Massentierhaltung auszusprechen, gleichzeitig aber solche Produkte zu konsumieren?
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Nein, aber es macht einen riesigen Unterschied, ob man trotzdem prinzipiell weiterhin solche Produkte konsumiert oder ob man versucht weitestgehend solche Proudkte zu vermeiden und man dann halt mal was untergejubelt bekommt, wo man es nicht direkt selber unter Kontrolle hat. Aber Ihr seid natürlich 100% Perfektionisten und alle Nichtveganer werden pauschal in die selbe Schublade eingeordnet. Aber egal, denn jeder muss seinen Konsum nur gegenüber sich selber verantworten und bestimmt nicht gegenüber den Veganern.
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Zitat von Snape
Was z.B. soll dafür sprechen, Tiere unnötig auszubeuten und zu töten?
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Mal wieder typische Veganersprache, wo immer die gleichen Worthülsen aneinandergereiht werden, was es in der Sache aber auch nicht richtiger macht. Abgesehen davon ist jedes Argument dafür valide, selbst das naheliegendste wie z. B., dass es einfach gut schmeckt, nicht verboten ist und auch nicht ethisch moralische verwerflich, wenn auch die Veganer Letzteres anders sehen. Für mich persönlich kommt als Hauptmotivation hinzu, dass ich mich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren möchte ohne dabei jeden Tag darauf schauen zu müssen, ob mein Zink, Eisen, Magnesium und Vitaminhaushalt noch stimmt. Und jetzt komm bitte nicht mit den ach so tollen Blutwerten der Veganer. Die interessieren mich ehrlich gesagt überhaupt nicht sondern nur meine eigenen.
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Zitat von Snape
Wenn er nicht 0 ist, dann ist er selbstverständlich höher.
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Es ist gut für Dich, wenn Du 100%-ig auschliessen kanst, dass Du jemals irgendwo ein nichtveganes Produkt untergeschoben bekommst. Das kann und will ich für mich gar nicht in Anspruch nehmen. Wenn ich im Restaurant oder in der Kantine esse, dann schaue ich zwar nach Möglichkeit woher das Fleisch kommt, nehme dabei aber u. U. Abstriche in Kauf. Im Zweifelsfall esse ich da aber deswegen oft auch vegetarisch. Gut das Zeugs kommt dann halt aber auch zum Teil aus der Massenpflanzenhaltung. Wenn ich eingeladen bin, dann sehe ich mich in erster Linie als Gast und nicht als Nörgler. Ich esse sogar von Geschirr, auf dem irgendwann mal Produkte aus der Massentierhaltung serviert wurde. Soll Veganer geben, die sich da beschweren und einen Aufstand deswegen zelebrieren.
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Zitat von Snape
Kaufst Du keine nicht-veganen Produkte aus den Bereichen Brot, Nudeln, Suppen, Fertiggerichte, Aufschnitt, Mayonnaise, Schokolade, Eis, Kuchen, ...?
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Ja, natürlich, ist aber nach Möglichkeit alles Bio und zwar richtiges Bio und nicht dieses EU-Bio. Da sollte also keine Massentierhaltung drin vorkommen. Garantieren kann ich es nicht, und wenn doch dann geht für mich dadurch die Welt auch nicht unter. Hab letztens sogar ne vegane Mayonnaise gekauft, aber nicht weil die so toll schmeckt sondern weil die nur halb so viel Kalorien hat.
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Zitat von Snape
Ich erstelle jetzt hier keine Liste. Ich kaufe Fairtrade und Bio, wo es nur geht. Wird nicht bei allen veganen Produkten angeboten und bei Obst und Gemüse gibt es auch nicht alles von Demeter o.ä.
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Habe ehrlich gesagt keine Antwort erwartet, da die Fragen mehr der Veganer- Rhetorik entsprechen und nicht zielführend sind. Es geht um die generelle Einstellung und Verhaltensweise und nicht darum, ob man diese Philosphie zu 95%, 99% oder 100% lebt. Veganer wie Ihr können nicht differenzieren und scheren alles und alle über einen Kamm. Wenn jemand schreiben würde, dass er weitestgehend vegan lebt, würde ich das zur Kenntnis nehmen und ihn deswegen trotzdem mehr oder weniger in die Schublade der Veganer einordnen. Für einen Hardcore-Veganer ist das wahrscheinlich gar kein richtiger Veganer und evtl. sogar ein Verräter an der Sache, aber auf jeden Fall schlimmer als jeder Nichtveganer. Das ist eben die Veganerlogik.