@ Noppenzar:
Der Lobbyismus war und ist ein Problem. Auch und vor allem bei der "Energiewende". Für Investoren (RWE als "Staatskonzern ist der größte Ökostromerzeuger der EU) sind große Windanlagen durch die Garantiezahlung "no brainer". Dass es völlig sinnfrei ist im Sauerland 10 qkm jahrzehntelang gewachsenen Wald für zwei 200m hohe Windräder und deren Zufahrtsstraßen abzuholzen sollte auch jedem klar sein. Da geht es nur um Profit, das hat mit "Umwelt" nichts zu tun.. Zusammenfassend: völlig falsche Anreize für viel zu wenig Effekt.
Sehe ich auch so.
Und es ist richtig, dass ein Selbsterzeuger sicher nach Investition mit einem E-Auto recht günstig fährt. Schaue ich aber auf das Gesamtbild der Bevölkerung, dann wohnt ein sehr großer Teil im MFH und wäre gezwungen auswärtig aufzuladen.
Lohnt auch ohne E-Auto, persönliche Erfahrung, die Größe der Anlage muss dem Bedarf nach dimensioniert sein.
In der romantisierten E-Auto Propaganda werden die ganzen Problemfelder, angefangen bei der Praktikabilität, über die endgültigen Kosten und der nötigen Technik völlig ausgeblendet oder mit Luftschlössern was man irgendwann mal entwickeln will übertüncht. Die Umweltprobleme dieser Autos werden gar nicht thematisiert, die Arbeitsbedingungen in den Abbaugebieten will man nicht sehen. Öffentliche Betroffenheit erzielt man halt besser mit einem Besuch im Flüchtlingslager auf Lesbos oder in Bosnien. Wobei letztere ihre Notlage mutwillig selbst verschuldet haben, es hat sie ja niemand gezwungen, die Kinder und Arbeiter in den Minen aber diese Tätigkeit machen müssen.
Dazu mal dem Link folgen, könnte interessant sein:
https://olavdreier.ch/2019/05/18/wie...chlecht-reden/
Praktikabilität ist stark vom Nutzerscenario abhängig, da gibt es tatsächlich welche wo es derzeit noch nicht praktikabel ist. Ich bin mit meiner Zoe sehr zufrieden für Kurzstrecke, wen ich mal laden muss hänge ich es über Nacht an die Steckdose. Für Leute auf dem Dorf mit Kurzstrecken Profil, was auf sehr viele Menschen zutrifft, reicht das dicke.
Kobalt gibt es in manchen Akkus überhaupt nicht mehr, in Handys, Laptops oder was auch immer von Anwendungen andere Natur ist es aber ok, seit Jahrzehnten, man muss schon aufpassen das man sich nicht durch Scheinargumente von Lobbyisten einfangen lässt.
Es gibt mittlerweile reichlich Studien die zeigen das ein E-Auto für die Umwelt sehr viel weniger problematisch ist als der Verbrenner, man muss schon auch auf die Ölförderung schauen und die Kriege die darum geführt worden sind und werden. Selbst wenn man Co2 außen vor lässt, die Abgase sind ein Gesundheitsproblem.
Luftschlösser sehe ich nicht bei der E-Mobilität, außer vielleicht bei Faraday Future oder Nikola und ähnlichen Betrugsfirmen. Vielleicht meinst Du ja was spezielles? Kannst Du es benennen?