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Zitat von musel
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Ich habe versucht im März vor dem ersten Lockdown meinen Mitarbeitern ein exponentielles Wachstum zu erklären und sie für das Thema zu sensibilisieren und musste feststellen, dass ausser mir keiner die Wirkung auf dem Schirm hatte. Ich habe dann das Beispiel mit dem Schachfeld und dem Reis gebracht, wo alle extrem erstaunt waren. ....
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Das Schachbrett und die Geschichte mit der Verdoppelung ist ein sehr gutes Beispiel.
Man kann es allerdings auch durch ein Fangenspiel deutlich machen. Das habe ich im Februar letztes Jahr mit Kindern gemacht.
Du hast einen grossen Bereich. Innerhalb dieses Bereichs lässt du 2 Leute Jäger sein. Bei Start versuchen sie, soviele wie möglich zu erreichen. Jeder nichtjäger versucht natürlich innerhalb des Bereichs zu entkommen. Verlassen des Bereichs ist natürlich sofort tot. Gefangene setzen sich hin.
Das machst Du mit mehreren Paaren. Mal ein starkes Läuferpaar, mal ein Schwaches.
Nach einer Minute ist jeweils Stop. Die wenigsten werden auf dem Boden sitzen und die Jäger keuchen.
Danach änderst Du die Regel.
Dieselben Paare nochmal, nur wird jeder Gefangene automatisch zum zusätzlichen Jäger. Da kannst Du Dir die Stoppuhr sparen. Und spätestens beim fünften mal hat es jeder Begriffen.
Selbstverständlich sind Vergleiche mit Manaus, New York und Bergamo seriös und retten uns wahrscheinlich den Arsch. Dort sterben Menschen, weil das Virus nicht erkannt und ernst genug genommen wird. Die Krankenhäuser sind auf demselben Stand wie bei uns. Das ist keine Schuldzuweisung an die Bewohner, sondern der Ist-Zustand zu dem jeweiligen Zeitraum.