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Alt 29.01.2021, 17:12
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Zukunft der Automobilindustrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobilität

Zitat:
Zitat von Gallifax Beitrag anzeigen
@ ttarc
Auch da hast Du grundsätzlich erst einmal Recht, verneine ich nicht. Was ich schreibe ist erstmal mit Bezug auf DE und unseren Möglichkeiten hier. Stromtransport oder eben in liquider Form als Zwischenschritt oder ein leichter zu handelndes Gas wie Co2 funktioniert, Wasserstoff über weite Strecken zu transportieren nicht. Direkt vebrennen als über Brennstoffzele auch besser. Aber....

Wenn wir die Kernfusion haben werden wir über manches nicht mehr Nachdenken müssen.


Doch wie gesagt am Ende entscheidet die Effizienz dennoch, denn die entscheidet über den Energieaufwand. Das kannst Du direkter zu besserer Effizienz erreichen mit Elektromotoren und direkter Stromnutzung oder eben über den Umweg ein Gas wie C02 von einem niedrigeren Energiezustand in einen höheren bringen zu müssen. Warum wenn der Energieaufwand höher ist als bei direkter Nutzung? Das macht man erst wen genug Überschuss da ist, wenn aber genug Überschuss da ist brauchen wir das schon nicht mehr. Es ist vor allem eine Lösung für die Industrie um vom Öl wegzukommen, eben in Anwendungen wo Elektro nicht viel Sinn ergibt und Wirkungsgrad nicht ganz so entscheidend ist, regional sehr viel Energie benötigt wird, mehr als man lokal erzeugen könnte .

Und dennoch freut es nicht nur die Verbrennerindustrie die eine fähleranfällige Technologie so weiter betreiben könnte, hier hängt das ganze Ersatzteilgeschäft dran, hier wird das Geld verdient und nicht beim Autoverkauf. Es freut auch die Ölmultis, denn wo kommen die ganzen Öle und Schmiermittel her die es so in der Form bei Elektro nicht gibt? Ist im Grunde ähnlich wie beim Plastik, so lange der ganze Mist noch produziert wird, brauchst Du auch noch eine Ölindustrie.

Beim Öl gebe ich dir recht. Wobei die geostrategische Agenda der EU da zwar die "Umwelt" vorschiebt, aber gerne verschweigt, dass man sich von den Arabern und Russen unabhängig machen will. Nach dem Austritt von GB (Ölproduzent) mehr denn je. Man hat keine oder kaum eigene Vorkommen, im Kriegsfall müsste man die Steinkohle aufwändig in Öl umwandeln. Den politischen Brandherd Nahost könnte man auch vernachlässigen. Wie Horst Köhler ha richtig feststellte werden unsere Ressourcen auch am Hindukusch verteidigt. Dass Trump wenig Interesse an der Region gezeigt hat lag ja auch daran, dass die USA mittlerweile durch die tiefen Bohrungen nahezu Selbstversorger sind.

Auch ein Land wie Norwegen agiert schizophren. Man stellt sich als Umweltvorbild dar, da man sämtlichen Strom über Easserkraft erzeugen kann, fördert aber doch soviel Öl wie möglich, um es meistbietend zu verkaufen.

Ich persönlich sehe die Zukunft der Energie immernoch in Tiefenwärme. Die ist unendlich vorhanden und schon wenige Kilometer unter der Oberfläche ist mehr Energie als die Welt jemals braucht. Dort sollte man forschen, stabile Materialien entwickeln, und Geld investieren. Mit Wind und Solar wird man ein Land wie Deutschland niemals versorgen können, selbst mit modernsten Rotoren und Solarpanelen. Der Stromverbrauch wird mit Zunahme der Digitalisierung und den E-Autos ja nicht weniger. Dazu kommt bei Wind und Sonne die Speicherproblematik und die Probleme bei Spitzenlastzeiten.

Mir wird bei dem ganzen Thema oft zu sehr lobbygetrieben einseitig argumentiert. Man legt sich auf bestimmte Thenen fest und weicht nicht mehr davon ab. Alles konzentriert sich auf wenige Bereiche.
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