Nachdem die Sporthallen alle geschlossen sind, kann ich immerhin in unserem Hobbyraum Tischtennis spielen.
Als Trainingspartner stehen mir aber nur mein Vater und ein TT-Roboter zur Verfügung. Auf Dauer ist das nicht optimal, aber meine Eltern möchten aus verständlichen Gründen momentan nicht, dass ich andere Trainingspartner einlade.
Ich war dann aber ganz zuversichtlich und habe für daheim ein eigenes Corona Hygienekonzept aufgestellt, um meine Eltern zu überzeugen, z.B. dass nur ein einziger festen Trainingspartner kommt und zwar mein Doppelpartner, da wir beide sehr motiviert sind. Beide kommen und gehen mit Maske, nur beim Spielen ohne und jeder bleibt auf seiner Seite. Jede Viertelstunde kurz durchlüften für Luftaustausch. Und wir hätten auch zusammen ein Luftreinigungsgerät bezahlt, das wäre es uns wert gewesen.
Leider habe ich jetzt gesehen, dass solche Luftreiniger nur bedingt helfen und immer ein Restrisiko bleibt.
Reduzieren mobile Luftreiniger das Corona-Infektionsrisiko? (verbraucherzentrale.de)
Zitat:
Luftreiniger können Übertragungen im nahen face-to-face Kontakt (unter 1,5 m) laut Robert-Koch-Institut nicht verhindern, selbst wenn sie die Zahl der Viren in der Raumluft wirkungsvoll reduzieren.
Auch wenn Gäste zu Besuch kommen, kann ein Luftreiniger - aus den oben genannten Gründen - weder die AHA-Maßnahmen noch das Lüften ersetzen.
Die mobilen Luftreiniger können laut Umweltbundesamt nur eine unterstützende Maßnahme sein, um Aerosole in der Raumluft zu reduzieren. Mobile Luftreiniger machen das Lüften allein deshalb nicht überflüssig, weil sie nicht in der Lage sind, ausgeatmetes Kohlendioxid gegen Sauerstoff zu tauschen und die überschüssige Feuchtigkeit im Raum abzuführen.
Vertrauen Sie nicht blind auf die Werbeaussagen der Hersteller. Aussagen, die sich auf den Filter beziehen, gelten nicht automatisch auch für die gesamte Raumluft.
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Luftreiniger im Test, Coronavirus – so gut filtern die Testsieger Aerosole (test.de Stiftung Warentest)
Zitat:
Dabei bleibt jedoch immer ein Restrisiko. In einem deutlich größeren Wohnzimmer, in dem sich bei einem geselligen Abend einige Leute aufhalten, wäre dieses Restrisiko höher. Wenn hier ein Infizierter atmet, spricht oder gar singt, liefert er ständig neue Virenpartikel nach. Ein Luftreiniger kann das darin liegende Risiko zwar reduzieren, aber zusätzliche Maßnahmen wie Abstand halten und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sind weiterhin nötig. Ebenso regelmäßiges Stoßlüften, je fünf Minuten lang. Das tauscht die Luft im Raum weitgehend aus.
Fürs Klassenzimmer ist ein Luftfilter zu wenig
Noch schwieriger sieht es bei einem 50 Quadratmeter großen Klassenzimmer mit knapp 30 Schülern aus. Dafür wäre ein einzelner der getesteten Luftfilter zu klein.
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Unser Hobbyraum ist 45 Quadratmeter groß und es wären natürlich nicht 30 Schüler in dem Raum, aber die Belastung mit Aerosolen ist bei uns sicherlich deutlich höher, wenn wir ambitioniert trainieren und dabei schwer atmen.
Wir möchten natürlich weder uns, noch meine Eltern gefährden, deshalb ist Vorsicht natürlich höchstes Gebot.
Wie beurteilt ihr das Risiko mit einer möglichen Ansteckung in unserem Hobbyraum beim Training, wenn die ganze Zeit ein Luftreiniger läuft und wir die anderen Maßnahmen einhalten wie oben beschrieben und natürlich desinfizieren und so?