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AW: Mitgliedsbeiträge
In meinem Verein sind wir bisher solidarisch und haben keine Austritte zu verzeichnen. Wir erheben den vollen Beitrag und sparen lieber etwas an und unterstützen ggf. Spieler, die wegen coronabedingtem Verdienstausfall eher keinen Beitrag leisten können. Beschlossen haben wir das allerdings, als wir noch dachten, wir könnten spätestens im März wieder in die Halle. Wenn dem nicht so sein sollte, müssen wir neu verhandeln. Wobei es wohl nicht ganz einfach ist, den Mitgliedsbeitrag einfach gegen Null zu senken, weil der LSB einen Mindestbeitrag vorschreibt.
Wie es aussieht, sind leider aber die Eltern der Jugendlichen sehr vorsichtig mit Beitragszahlungen für dieses Jahr. Ich muss ihnen wohl nochmal sagen, dass wir die Jugendarbeit jedes Jahr mit einem ordentlichen Beitrag bezuschussen, ohne dass deswegen viele Jugendliche dauerhaft beim Verein bleiben.
Das größte Problem haben unsere Trainer, die nun kein Geld bekommen, weil sie nicht arbeiten. Jetzt müssen sie sehen, wie sie über die Runden kommen, und dann sollen sie wieder bereit sein, wenn es losgeht.
Ich wünsche mir mehr Solidarität unter den Mitgliedern eines Vereines, obwohl die Leistung nicht erbracht werden kann. Und ich wünsche mir auch Solidarität mit den Verbänden, die auch nur eingeschränkt liefern können. Der größte Posten sind Personalkosten. Wenn jetzt die Vereine anfangen, Geld zurück zu fordern, bricht die ganze Struktur zusammen.
In meinem Verein sind wir uns einig, dass der Mitgliedsbeitrag sehr gering ist, gemessen an den Ausgaben, die jeder im Jahr so tätigt.
An den Beiträgen zu sparen ist deshalb aus meiner Sicht der falsche Weg.
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