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Zitat von JanMove
Wer raucht, sauft oder Drogen zu sich nimmt schadet auch der Allgemeinheit, genauso wie derjenige der eine Risikosportart wie Ski fahren oder Fussball spielen betreibt und sich dabei verletzt. Die Frage ist doch, wo fängt man an und wo hört man auf.
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Dann wäre man schnell wieder bei den Diskussionen, die u.a. Unternehmensberatungsgesellschaften wie E&Y durch Studien zur Gesundheitsreform der Zukunft vor einigen Jahren angestoßen hatten. Höhere Krankenkassenprämien und Beteiligung an Therapiekosten für Mitglieder, die durch Rauchen, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Drogen ein Kostenrisiko für die Versichertengemeinschaft darstellen. Ich habe damals die Ergebnisse eingesehen. Es gab Befürworter und Ablehner. Interessant war, dass Länder mit "Linker" Regierung ablehnten, während Landesregierungen, mit "Konservativ-Liberaler" Führung eher positiv gestimmt waren.
Aber wo fängt man an und wo hört man auf? Magersüchtige, Vorsorgeuntersuchungsverweigerer, welche Sportarten nimmt man auf - ich kann mir auch beim TT oder Walken die Achillessehne reißen. Dann wäre vielleicht ein niedriger Grundbasistarif (Bürgerversicherung?) und eine individuelle Absicherung für Freizeit / Risiko (mit Beitragsdeckel) sinnvoll. Dann hätten aber die Krankenkassen geringere Einnahmen und die Lobbyisten beginnen zu jaulen. So etwas könnte nur funktionieren, wenn es für alle finanziell sozialverträglich machbar wäre. Sonst haben wir die Diskriminierungsvertreter am Hörer, die dann ein Recht auf freie Sportartenwahl und unbegrenzte Speisenwahl und Speisemenge reklamieren
Damit würde ein Split in der Gesellschaft zwischen den zahlungskräftigen Gesundheitsbewussten und den finanziell schwachen und ggf. Risikofreudigen und ungesund lebenden Personen entstehen und ein neuer sozialer Konfliktherd könnte entfach werden.