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Zitat von Red Devil
Erst mal dürften die Abfindungen fällig sein. In einem Blog wurde gewitzelt, ob bei den ganzen Abfindungen das "Financial Fairplay" noch gewährleistet sei. Russenkohle und Trainer ist nicht so abwegig. Dominik Tedesco hört bei Spartak Moskau nach der Saison auf eigenen Wunsch auf und möchte wieder heimwärts. Er hat dort gute Arbeit geleistet und man hätte gerne verlängert. Vielleicht wäre es beim 2. Versuch besser und er kann den Kader selbst zusammenstellen und gestalten.
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National gibt es kein FFP und international spielen sie nicht.
Zu Tedesco: der war ihnen nicht gut genug, den haben sie als er Schalke spielerisch zum Atletico 2 gemacht hat, niedergeschrieben und ihn ausgelacht. Der Fussball vergisst schnell, aber ich kann mich noch genau erinnern, als die Ultras, Presse, Vorstand usw. "attraktiven" Fussball, am besten im Kloppstil gefordert haben. Das war aber nie die "DNA" von Schalke. Seit Huub haben sie immer eine herausragende Abwehr gehabt, herausragende (Neuer) oder gute Torhüter und "die Null stand".
Da,müssen Sie wieder hin, DAS ist S04, dafür standen sie. Was passiert, wenn die Spieler nicht zum System passen sieht man halt jetzt. Nur treffen sie das Tor nicht und hinten ist Polen offen.
Simeone können sie sich nicht leisten, aber so einen in der Art brauchen sie. Atletico hat diesen Fussball kultiviert und für S04 wäre es mMn. der einzig gangbare Weg sich darauf zurückzubesinnen.
Sah zwar im ersten Jahr unter Tedesco und auch davor unter Huub nicht attraktiv aus, aber der Erfolg war da.
Übrigens mMn. DER Kardinalfehler, den viele Traditionsklubs machen. Jeder Verein steht irgendwo für "seine" Art und Spielweise. Seit 2012 versuchen die Vereine auf Teufel komm raus Klopp zu kopieren ohne überhaupt die Spieler und "Klub-DNA" dafür zu haben.
Die besten Beispiele sind doch Bielefeld aktuell und Paderborn. Erstere werfen ohne erstligataugliche Mannschaft den Trainer raus, der immerhin auf dem Reliplatz steht. Paderborn rannte mit wehenden Gegenpressingfahnen ins Verderben. Rose ist mit Gladbach aktuell auf einem ähnlichen Weg. Ein Jahr hat man mit typischem Gladbachfussball sehr erfolgreich gespielt, jetzt will Rose seit dem Rückspiel gegen Real auf einmal schönen Kombinationsfussball spielen ohne dazu die Spieler zu haben. Die Blamagen von Hoffenheim und Leverkusen sind ähnlich begründet.
Ich verstehe es nicht, was da im deutschen Fussball verkehrt läuft. Man baut etwas auf (auch Schalke) ist auf eine bestimmte Art erfolgreich, die oft nicht "schön" aussieht und irgendwann lässt man sich durch Presse, Fans oder auch das eigene Ego dazu verleiten unbedingt "schön" spielen zu wollen. Spieler die überhaupt nicht passen werden gekauft, man fokussiert sich völlig auf Attribute wie Tempo und gewinnt letztendlich nichts. Positive Ausnahmen sind Frankfurt und Union, auch Wolfsburg hat unter Schmadtke/Glasner wieder einen pragmatischen Ansatz gefunden.
Was braucht Schalke?!:
Einen Vorstand, der das versteht und eine Abwehr die den Namen verdient. Und einen Trainer (Tedesco?), der das dann auch umsetzt. Ein "Wunder", sprich Platz 16 würde ich aktuell höchstens Elgert zutrauen. Der kennt den Klub wie kein anderer und könnte relativ schnell eine Grundordnung finden, wo man dann auch mal eine kleine Serie mit 1:0 Siegen startet.