Ich sehe auch, dass viele Kinder gerne zu den Turnieren fahren.
Die Lust dazu nimmt aber ab, wenn die Leistungsunterschiede immer größer werden.
Ich habe schon als Kind das TT Turniersystem mit KO Spielen gehasst.
Jetzt als Jugendtrainer hasse ich es genauso

Die Kinder haben bei uns oft 2-3 Einzelspiele und danach können sie praktisch nach Hause. Spätestens in der K.O Runde....also nach 3-4-5 Spielen je nach dem wo sie landen.
Dafür einen Samstag / Sonntag opfern?
Diese Frage stellen nicht nur wir, sondern zunehmend auch die Kinder.
Wenn sie z.B E-Sport betreiben, können sie zig Stunden lang voll dabei sein....im TT wissen sie schon fast sicher, wo sie landen werden "ah ich mach meine 2-3 Spiele und kann wieder heim"
Dazu kommen noch die Wartezeiten zwischen den Spielen. Am Ende, wo die Finals gespielt werden, bleiben nur die Finalisten und ihre Betreuer in der Halle.
So können diese Kinder keine Vorbilder für die Schwächeren werden.
Eigentlich müsste man das Turniersystem der Kinder (zumindest das) revolutionieren.
Sie sollen möglichst lange dabei bleiben müssen, viele Spiele absolvieren.....halt ein ordentliches Programm anbieten. So dass sie sogar die Finals sehen können.
In meinem Zweithobby ging es ähnlich bergab und es gab ein Umdenken.
Jetzt werden die Turniere in Minuten ausgebucht und man weiß, dass das Wochenende lang und cool sein wird. Früher bei einem K.O Turnier hat man sich nur gefragt, wieso man sich es antut....und immer mehr Spieler blieben lieber Zuhause, wenn ein Turnier im K.O System gemacht wurde.
Bei den Kindern muss / müsste eigentlich der Spaßfaktor das Wichtigste sein.
In meinem Zweithobby gibt es Schweizer System, Pingolf, 5 Strike-KO etc.
Ich könnte so ein Turniermodus auch für die Kinder vorstellen...ohne TTR Punkte.
Sie können viel spielen, Erfahrungen sammeln und von den Besseren motivierenlassen.
Ernö