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Alt 29.09.2004, 16:29
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Patman Patman ist offline
Die Hand
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Patman ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Doping-Unterlassungserklärung

@JanMove:
Informiere dich doch mal beim Verband (STTV), weshalb die Dopingunterlssungserklärung unterschrieben werden muss. Ich denke, dass du da einiges nicht weisst.
Soweit ich weiss (ohne Gewähr auf vollständige Richtigkeit, deshalb besser nachfragen), ist das Ausfüllen der Erklärung eine Auflage von Swiss Olympic an den TT-Verband, welcher Swiss Olympic angeschlossen ist. Jeder der angeschlossenen Verbände muss dies im Zuge der Dopingbekämpfung gemäss den Richtlinien tun, ansonsten hat er Sanktionen seitens Swiss Olympic zu befürchten.
Die Erklärung muss nur einmal unterschrieben werden, nicht jährlich. Daran halten muss man sich natürlich fortwährend... Dies ist übrigens nicht neu, sondern wurde auf anfangs letzte Saison eingeführt. Wenn der STTV schon letzte Saison streng kontrolliert hätte, hätten an den SM durchaus ein paar Spieler(innen) wohl nicht starten dürfen.
Ich habe Mühe mit deiner Mühe, diese Erklärung zu unterschreiben und dass du sogar darüber nachdenkst, deswegen wieder in Deutschland zu spielen. Egal welches Niveau in der Schweiz im Weltbergleich im TT herrsscht, es gelten halt die internationalen Dopingregeln, an die sich der Verband und seine Spieler zu halten haben. Es macht keinen Sinn, an dieser Stelle zu jammern, dass man nur Hobbyspieler-Niveau habe und an anderer Stelkle, dass das TT in der Schweiz ein Mauerblümchendasein fristet. Die möglichen Bussensummen sind unter dem Aspekt zu sehen, dass sie für alle Sportarten gültig sind. Ich nehme nicht an, dass im TT nahe an eine Höchstgrenze gegangen würde...

Zu der Arbeitsbewilligung für ausländische Spieler:
Auch dies ist keine Schikane seitens des Verbandes. Lange gültige Gesetze werden halt erst jetzt konsequent umgesetzt, vielleicht auch auf Druck der entsprechenden Stellen. Ich habe mich selber sehr eingehend damit beschäftigt, kann hier also fundiert Auskunft geben:
Ein ausländischer Spieler, der in der Nationalliga zum Einsatz kommt, geht nach Ansicht des KIGA (kant. Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit, wenn ich's recht im Kopf habe) nicht einem Hobby nach, sondern seine Tätigkeit wird als professionell eingestuft. Dafür benötigt er eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung. Die bekommt er, wenn garantiert werden kann, dass der Spieler in der Schweiz genügend verdient, d.h. nicht unter dem Existenzminimum zu liegen kommt. Z.T. wird das erreicht, indem die Spieler, wenn sie sich ständig hier aufhalten, einen Nebenjob haben. Es sind übrigens auch nicht alle KIGAs gleich streng im Erteilen der Bewilligung.
Wie erwähnt: Diese Regelung hat schon jahrelang Gültigkeit, nur ist sie auf Tischtennisebene bisher nicht so umgesetzt worden.

Gruss Patrick
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