Auch ich hatte inzwischen ein paar mal die Gelegenheit, den MX-D zu testen, zunächst auf einem alten (verkleinerten) Matsushita Pro Special, dann auf einem Soulspin Various Offensive. Beide Hölzer also mit sehr weichem Deckfurnier.
Beim ersten Test hatte ich den MX-D beidseitig aufgeklebt (VH 2,1 / RH 1,9), bei den folgenden Tests dann (zum Vergleich) mit MX-P auf der anderen Seite, also beidseitig mit 2,1 mm Belägen.
Eins vorweg: ich mag das Spielgefühl des MX-D. Wenn ich es nicht vorher gelesen hätte, hätte ich niemals auf diese Schwammhärte getippt. Er spielt sich deutlich weicher als angegeben.
Das Obergummi ist definitiv spinniger (griffiger) als das des MX-P, für mich auf einem Niveau mit dem Dignics 09C, aber ohne dessen (leichter) Klebrigkeit. Anziehen aus Unterschnitt ist damit wirklich easy. Auch das Gegenziehen klappt tadellos, solange ich die Schläge richtig dosiere. Das Obergummi scheint den Ball voll zu greifen und mitzunehmen. Probleme hatte ich lediglich, wenn ich einen Schlagspin voll durchziehen wollte. Dabei gerieten mir leider eine Reihe von Bällen zu lang. Im ersten Moment habe ich das auf einen ggü. dem MX-P höheren Ballabsprung zurückgeführt. Im Nachhinein glaube ich aber, dass diese Diagnose falsch war. Die Flugkurve ist nicht höher, sondern länger, weil der Belag einfach noch mehr Power hat als der MX-P.
Na ja:
Ma
Ximum
Dynamic. Wer lesen kann, ist eben eindeutig im Vorteil.

An der Dynamik (und auch am Gewicht) merkt man eben, dass der Belag nicht für mich, sondern ganz klar für den Profisport produziert wurde.
Merkwürdigerweise ist er im passiven Spiel aber sogar kontrollierter als der MX-P oder zumindest habe ich das so empfunden. Es reicht, mit einer ganz leichten Aktivbewegung in den Ball zu gehen und ihm so die Richtung vorzugeben. Aufgrund des geringen Trampolineffekts nimmt der Belag das Tempo aus dem Ball, sodass die Bälle fast alle auf der Platte landen. Im Vergleich dazu empfinde ich den MX-P als spinanfälliger.
Beim Schuss hätte ich mir etwas mehr Direktheit gewünscht. Das dürfte aber mehr an dem weichen Deckfurnier (1x Weide, 1x Fichte) liegen als am Belag. Deshalb werde ich ihn am Donnerstag noch mal auf einem direkteren Holz (Boll ALC) testen. Das sollte auf jeden Fall Vorteile im geradlinigen Spiel bringen.
Ich hoffe, dass es neben dem MX-D noch weitere Varianten mit diesem Obergummi geben wird. Ein EL-D oder FX-D würde für die breite Masse wahrscheinlich (und für mich ganz sicher) besser geeignet sein.
Wer über die notwendige Spielstärke verfügt und den Schwerpunkt eindeutig im Topspin-orientierten Angriffsspiel hat, dürfte mit dem MX-D seine Freude haben. Für alle anderen empfehle ich zum Ausgleich in jedem Fall auf etwas langsamere, aber durchaus direkte Hölzer zurückzugreifen.
Für mich ist der MX-D wahrscheinlich etwas zu viel des Guten. Aber noch gebe ich nicht (endgültig) auf. Ein bis zwei Versuche gebe ich ihm noch.
Es kann sogar sein, dass er mir in der Halle noch besser gefallen wird. Aktuell teste ich nämlich nur im Wohn-Esszimmer mit entsprechend eingeschränktem Platz. Da kann man nicht mal eben zwei Meter nach hinten gehen. Gerade aus der Halbdistanz sollte das Problem mit den zu langen Bällen aber gar kein Problem mehr sein.
Übrigens: den Vergleich mit dem Dignics 09C hat er bei MIR eindeutig gewonnen.