Einzelnen Beitrag anzeigen
  #3276  
Alt 10.04.2021, 08:30
alba alba ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 2000
 
Registriert seit: 09.09.2002
Ort: Ascheberch
Alter: 68
Beiträge: 2.758
alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Auswirkung von Corona auf den Tischtennissport

Zitat:
Zitat von sasma Beitrag anzeigen
Der Vereinspatriotismus ist da das größte Problem. Der ist im TT im Vergleich zu anderen Sportarten sehr hoch. Zu hoch.



Sehe ich ähnlich. Es gibt etliche Turnvereine, die eine kleine TT-Abteilung betreiben. Die Vielzahl an Vereinen ist für eine Sportart wie TT (mittlerweile) zu hoch. Denn auch diese kleinen Vereinen benötigen ein paar Engagierte, die die Abteilung führen. Meist aber nur so halbgar, da es sonst keiner macht. Wirklich was bewegt, wird da auch nicht.

Du brauchst mehr Zentralisierung um etwas in einer Sportart zu bewegen. Quasi in jeder Stadt/jedem Landkreis je Sportart 3-5 logistisch gut verteilte Vereins-Hotspots (mal abgesehen von Fussball), die ggf. jeder kleine "Satelittenstationen" in kleineren Hallen haben, um hier z.B. Schul-AG´s oder Anfängertraining anzubieten. Da ist dann auch die Halle voll und bewegt sich etwas. Wenn Du aber bei 100.000 Einwohnern in einer Region/Stadt 10 TT-Abteilungen/Vereine hast, von denen 7-8 vor sich hinvegetieren (sorry, ist leider so), bringst Du den Sport nicht nach vorne. Dort, wo schon die Halle gut gefüllt ist, da kommen noch mehr Kinder/Leute von allein hinzu. Und in diesen Hallen brauchst Du dann auch mehr (exklusive) Hallenzeiten für die jeweilige Sportart. Plus 1-2 Hallenzeiten pro Woche in ein paar kleineren Hallen (Grundschulen) im Umland (für o.g. AG´s und Anfänger). Ein Sportpolitiker hat diese Idee mir gegenüber vor 7-8 Jahren mal geäußert. Ich finde sie heute noch gut. Sowas scheitert aber (besonders im TT) am Vereinspatriotismus. Er ist im Übrigen fast rückwärts umgefallen wie er gehört hat wieviele TT-Vereine/Abteilungen es in unserem Kreis gibt. Kommentar: "Das ist viel zu viel für die Anzahl an Mitgliedern in eurer Sportart."

Wenn ein TT-Verein groß genug ist, kann er auch (ggf. mit staatlicher Unterstützung) die eine oder andere hauptamtliche Kraft als Trainer und/oder Funktionär irgendwann beschäftigen. So baut man auch nachhaltig Strukturen auf, die nicht nur auf Ehrenamt beruhen.

Gut durchdachte Modelle, bei den mehrere Vereine einen Trainer hauptamtlich beschäftigt haben, sind leider allesamt nach ein paar Jahren gescheitert. Und das lag hauptsächlich am Vereinspatriotismus. Spätestens dann wenn die ersten Jugendlichen innerhalb der Vereine hin- und her gewechselt sind.

Du musst um langfristig erfolgreich sein zu können, eine Sportart in einem großen Verein vereinen.
Es hat alles seine zwei Seiten. Große Vereine können natürlich mehr bieten: Immer vergleichbar gute Trainingspartner, meistens gute Trainer, viele Hallenzeiten etc. Für die Entwicklung eines talentierten Nachwuchsspielers eindeutig vorteilhaft. Aber es gibt auch Nachteile: 1. der Großverein fördert den Niedergang der kleinen Vereine. Mit diesen verschwinden auch viele Spieler in der Versenkung, die nicht wechseln möchten. 2. Der Ligenbetrieb in den unteren Klassen wird uninteressanter. Wenn in der Kreisklasse C alleine drei oder vier Mannschaften vom Großverein stehen und vielleicht sogar noch dominieren, dann wird es für alle öde. Man schaue sich mal die Ligen an, wo Bad Königshofens Jugendteams spielen. 3. Gerade die kleinen Vereine, zumindest soweit das Angebot stimmt, sind erste Anlaufstelle für Anfänger. Wenn in der Fläche nichts mehr ist, muss man größere Strecken zum Training zurücklegen. Welcher Vater/Mutter kommt auf die Idee, seinen mittelbegabten Sprössling 20km zum Training zu kutschieren, dort zu warten und anschließend zurückzufahren.

Zu den Kooperationen
Grundsätzlich gute Idee, die bisher gemachten Erfahrungen waren leider so, dass am Ende ein Verein Nutznießer war, für die anderen galt „außer Spesen nichts gewesen“. Verständlich, dass die dann ausgestiegen sind.
__________________
Stopp dem Windelmüll!
Mit Zitat antworten