Zitat:
Zitat von Danielson
Ich habe ihn gelesen. Niemand hat einen Inzidenzwert von 500 vorausgesagt, Lothar Wieler hat diesen, nach dem Artikel, lediglich für für möglich gehalten.
Die Inzidenzwerte in den Nachbarländern in Polen, Frankreich oder Holland sind jedenfalls bei 300 und steigen wohl weiter. Genauso wie die Ansteckungszahlen auch bei uns steigen werden.
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500 nicht, aber 2000...
"Der Berliner TU-Professor und Modellierer Kai Nagel hat für Mai eine 7-Tages-Inzidenz bis zu 2000 errechnet. Das wären 230 000 Neuinfektionen pro Tag, etwa 17-mal mehr als zur Zeit. Geringer fällt mit täglich 100 000 Neuinfektionen die Prognose des Chefvirologen der Charité, Christian Drosten, aus." 26.3.2021
https://www.sueddeutsche.de/politik/...itik-1.5248352
Zitat:
Zitat von BlinderBarmer
Was für eine schöne Wall of Text, nur leider am Thema vorbei.
Wenn die Intensivmediziner warnen, wer bist du, aus maximal denselben Daten Panikmache ablesen zu können.
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Wer sind die Intensivmediziner, dass sie den Pandemieverlauf vorhersagen können?
Gut dazu passend das schon verlinkte Interview
https://www.nordbayern.de/politik/in...ben-1.10982513
(Was beim Interview noch fehlt, ist, dass die hiesigen Regierungen seit Beginn der Pandemie nicht in der Lage und/oder nicht willens sind, gerne auch vollständig anonymisiert, alle vorhandenen Daten zu erheben und zur Verfügung zu stellen. Dasselbe bei Studien zur Wirksamkeit von Maßnahmen, zur Durchseuchung etc. pp.)
Was sagen die Leute vom DIVI? Vorgestern
"08.04.2021: Die Prognosen vom 18.03. sind weiterhin gültig und die Belegung der Intensivbetten verläuft sehr genau auf der von uns vorausgesagten Kurve...
Insgesamt zeigen die Simulationen, dass Lockerungsszenarien im März, die zu einem R-Wert von 1 für den Wildtyp (=1.35 für B1.1.7) führen in Kombination mit einer langsamen Impfstrategie zu einer erneuten Spitzenbelastung von etwa 4000 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen führen könnten.
Eine spätere Öffnung im April geht allenfalls mit einem nur geringen Anstieg der COVID-19-Patienten auf der Intensivstation einher. Steigt die Infektionsdynamik in Deutschland an auf einen R-Wert von 1.2 für den wt (=1.55 für B1.1.7) kommt es zu einer unkontrollierten Spitzenbelastung der Intensivstationen mit COVID-19-Patienten bei einer Lockerung im März. Eine Lockerung im April hingegen ist selbst unter diesen Bedingungen mit einer Spitzenbelastung maximal in der Höhe des bisherigen Spitzenwertes des Januars 2021 verbunden."
https://www.divi.de/register/divi-prognosemodell
Gestern
"Wenn nicht umgehend Maßnahmen ergriffen würden, wachse die dritte Pandemiewelle über die zweite hinaus – das bis Ende April mehr als 5.000 Patienten behandelt werden müssen, sei ohnehin kaum noch zu vermeiden. Insbesondere in Ballungszentren sei die Lage schon jetzt dramatisch."
https://www.aerzteblatt.de/nachricht...ensivstationen
Aktuell ist der R-Wert von 0,8 auf 0,9 gestiegen
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...ublicationFile
Aus 1) erfährt man noch, dass die Simulation des DIVI davon ausgeht, dass bei der Variante B117 die "Virulenz [nicht nur die Übertragbarkeit] ... um ca. 45% erhöht" ist... 2) kommt dagegen zu dem Schluss, dass "no clear evidence for a change in disease severity, although enhanced transmission will lead to higher incidence and more hospital admissions.", ebenso das CDC 3) "Currently, there is no known difference in clinical outcomes associated with the described SARS-CoV-2 variants" wohingegen das RKI meint das "Es gibt Hinweise darauf, dass sie mit einer erhöhten Fallsterblichkeit in allen Altersgruppen einhergeht." 4)
1)
https://www.divi.de/joomlatools-file...fstrategie.pdf
2)
https://science.sciencemag.org/conte.../6538/eabg3055
3)
https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/70/wr/mm7003e2.htm
4)
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...svariante.html