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Alt 12.04.2021, 13:50
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TT-Hannes TT-Hannes ist gerade online
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Shan Xiaona (GER)

Die liebe Nana hat auf jeden Fall auch ihr eigenes Thema verdient.
Erst heute habe ich in der Tischtennis Zeitung gelesen, dass laut Jie Schöpp der Kampf um den 3. Platz bei Olympia zwischen Nina und Nana noch komplett offen ist.
Zum einen würde ich es der jungen, deutschen und sehr talentierten Nina gönnen, zum anderen aber auch der mittlerweile schon 38-jahre alten, doch noch immer sehr jung wirkenden und überaus sympathischen Nana.

Mit ihrem einseitigen Penholderspiel (auf einer Seite hat sie kurze Noppen, auf der anderen Seite lediglich eine Folie) ist sie im Damenspitzentischtennis fast einzigartig und bringt ihre Gegner immer wieder zur Verzweiflung.

Geboren wurde Shan Xiaona am 18.01.1983 im chinesischen Liaoning.
Dort hat sie das Tischtennisspielen erlernt, doch es nicht in die chinesische Nationalmannschaft geschafft.

Mit einem Wirtschaftsdiplom in der Tasche, verließ sie mit 22 Jahren ihr Heimatland um für ein Jahr beim TV Busenbach zu spielen. Der Busenbacher Trainer Liu Liping kannte Xiaona aus seiner Heimatstadt und konnte sie deshalb für ein Abenteuer im Ausland begeistern.
Aus einem geplanten Jahr in Deutschland, sind mittlerweile schon 16 geworden und voraussichtlich werden noch viele dazu kommen.
Denn die Bundesligaspielerin ist hier heimisch geworden.
2012 nahm sie die deutsche Staatsbürgerschaft an und gewann seitdem fünf Titel bei Europameisterschaften bzw. Europe Games mit der Deutschen Damennationalmannschaft.
Der Höhepunkt ihrer Karriere war aber sicherlich der Gewinn der Silbermedaille mit der Mannschaft bei den olympischen Spielen 2016.


2017 erhielt sie einen Studienplatz an der Uni Shanghai für Sports Humanities and Sociology. Laut Wikipedia ist es sehr schwer für chinesische Bürger, dort angenommen zu werden, aber Shan Xiaona galt mit ihrem deutschen Pass als Ausländerin und musste daher lediglich chinesische Sprachkenntnisse nachweisen.

2018 kam dann der nächste Höhepunkt im Leben von Shan Xiaona.
Denn sie brachte am 18.07.2018 ihre Tochter Mia auf die Welt.
Drei Monate später stand sie wieder erfolgreich in der Bundesliga am Tisch und bekommt seitdem ihre Profikarriere und ihr "Mutterdasein" erfolgreich unter einen Hut.
Verheiratet ist Nana mit Zhang Yong, der in China als Trainer u.a. in der Super League arbeitet.
In einem Interview hat sie im Dezember 2018 erzählt, dass sie sich lediglich alle drei Monate sehen und ansonsten eine Fernbeziehung führen. „Ich kenne es nicht anders. Das läuft schon so, seit wir uns kennengelernt haben“, sagt sie. „Er kam immer für drei Monate nach Deutschland, dann fuhr ich für drei Monate nach China.“



Für Xiaona wäre es laut ihrer Aussage im Dezember 2018 auch zu verkraften, wenn sie dass Duell um den dritten Platz in der Olympiamannschaft verliert: „Tischtennis ist mein Beruf, und ich liebe Tischtennis. Ich werde auf jeden Fall weiterspielen, und mein Ziel ist es schon, mich für Tokio zu qualifizieren. Aber wenn es nicht klappen sollte, ist es auch kein Weltuntergang. Früher war Tischtennis das Wichtigste in meinem Leben. Jetzt gibt es da eine neue Nummer eins.“

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