Zitat:
Zitat von Xerxes
Wäre das eine Deutschklausur zum Thema "Interpretation", wäre es wohl eine 5 als Note geworden wegen totaler Fehlinterpretation...
Ist schon interessant... demnach scheint es gar keine politische Mitte mehr zu geben...
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Ich denke nicht, dass es deine Aufgabe und Kompetenz ist irgendwelche Schulnoten zu verteilen.
Was ist denn wohl aktuell das größte Problem in der westlichen Gesellschaft, egal ob USA oder Europa?
Es st die Spaltung der Gesellschaft. Ich behaupte einfach mal, dass ALLE hier Schreibenden fest auf dem Boden einer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen und die wenigsten hier "Ideologen" sind
Trotzdem bekommt man die Meinungen nicht mehr zusammen.
Wo früher die CDU den Wohlstand erwirtschaftet hat und die SPD ihn mehr oder minder halbwegs gerecht verteilt hat sind heute tiefe Gräben.
Letztendlich stößt die AFD da in ein Vakuum zwischen "Europahörigkeit" (alle "Altparteien"), "Gutmenschentum" und "Schuldkult" (linksorientierte Parteien) und "Gottkomplex" (Weltrettung liegt an Germany). Dazu kommt der neoliberale Ansatz, durch das Großkapital propagiert.
Selbst wirklich gute Politiker wie Wagenknecht, die im Grunde eine SPD der 80er darstellt werden beleidigt, diffamiert usw.
Es werden Fernsehsendungen in der Mediathek geschnitten (Thomalla etc.) wenn die Meinung nicht passt, Theaterintendanten (Kassel) werden entlassen, weil sie mit den "falschen" Leuten essen und wenn ein Fussballtrainer in Ungarn seine Meinung sagt wird er sofort entlassen.
So ähnlich fing das auch mal 1933 an, oder täusche ich mich da?
Damals hat man Bücher verbrannt, heute bekommen Studebnen oder Schüler schlechte Noten, wenn sie nicht mit * schreiben oder nicht mit zu FFF latschen oder eine Moscheebesichtigung verweigern.
Oder in Düsseldorf: ein linker Spinner veranstaltet eine "italienische Gala", aber der "deutsche Liederabend" soll "Nazi" sein? In anderen Ländern stehen hohe Strafen auf Verunglimpfung der Fahne und des eigenen Staates, hier werden Habeck, Roth und die grüne Jugend dafür gefeiert
Erst am Wochenende war in der Waz (!) ein Gastartikel eines konservativen Journlistikstudenten, der von zwei Welten berichtet in denen er lebt. Hier das "normale" Schmallenberg, dort die FH Gelsenkirchen mit 99% linksgrün geprägten, zukünftigen "Journalisten".
Marsch durch die Instanzen nannte man es früher...
Nein, eine "Mitte" so wie man es kannte (breiter Konsens) ist schon seit etwa 2010 nicht mehr vorhanden. Merkel konnte das noch irgendwie zusammenbringen, Söder traue ich das auch noch halbwegs zu
Aber AT hat vollkommen recht. Kommt es zu R2G wird es eine nie dagewesene Spaltung in der Gesellschaft geben.
Spätestens wenn es die Klientel aus Lehrern und Beamten trifft (durch Belastungen und Inflation), die jetzt noch alles Grüne ganz toll finden und sich in ihrer eigenen Moral sudeln.