Das „Vereinssterben“ ist vergleichbar mit dem“ Aussterben“ der Dorfwirtschaften, ein „schleichender gesellschaftlicher Prozess“.
In den 80gern war die Auslastung von der „Dorfwirtschaft“ und nahezu jeder Ort hatte mind. eine vom Sonntagsstammtisch über die Sportschau am Sa. bis zu Feierlichkeiten im Saal (Hochzeit, Taufe, Geburtstag) gesichert.
Das Essen war bodenständig, nicht ausgefallen, alle waren zu der Zeit damit zufrieden.
Der „Zeitgeist“ hat aber das Treffen zur Sportschau und den Stammtischbesuch überholt.
Die Feiern mit einer Größenordnung von 100+ sind eine finanzielle Frage geworden, somit das „Geschäftsmodell“ der Dorfgaststätte nicht mehr trag- und überlebensfähig (im Hauptberuf).
Viele Vereine wurden in der Gaststätte gegründet und Sport (auch TT) im Saal durchgeführt (waren auch noch meine ersten Schritte in den 80gern).
Wie kann uns diese Entwicklung helfen?
Das Angebot muss ständig nachjustiert werden, es braucht Personen die ein „VEREINS-DEPP-GEN“ besitzen und sich gerne für andere einsetzen.
Dass eine Person in einem Verein mehrere Angebote nutzt ist so oft leider nicht mehr der Fall.
Wir haben u.a. durch „GEIT IST GEIL“ auch verlernt, dass ein qualitativ gutes Angebot, sowohl im Schüler als auch im Aktiven-Bereich finanzielle Mittel bindet bzw. braucht.
Ein Verein der mit Beiträgen, die nur
noch über die Beiträge der passiven Mitglieder auskömmlich ist, fährt mit
(AB) Sicht gegen die Wand.
Unter 10.- Euro/ Monat = mind. 120.- Euro ist ein Angebot, ob in eigenen Sportstätten oder in Gemeindeeigenen, nicht aufrechtzuerhalten, mit Ausnahme:
Das Vereinsleben ist aktiv über Feste und Veranstaltungen oder es existiert ein Förderverein – Sponsor.
Wir haben einen Verein, der in einer Gastwirtschaft spiel, ein Highlight, warum.
Die Küche ist Hausmannskost, alle und wirklich alle Mannschaften verweilen nach dem Spiel zumindest auf ein Getränk. Der Saal ist eng, aber die Atmosphäre im Anschluss passt (noch).
Einige und das ist auch einer meiner Kritikpunkte an den Verbänden sehen nur den Leistungssport, der ca. 5% der Mitglieder betrifft. Die Masse ca. 95% werden (wurden) bei den Anpassungen nicht berücksichtigt.
IRONIE AN (zur Sicherheit)
„Wir haben eine Tribüne für 400 Personen, die bei jedem Spiel der 2. Kreisklasse ausverkauft ist(10.- Euro), die Lokale Zeitung der Sportredaktion schickt neben dem Fotograf auch noch einen Redakteur, selbstverständlich ist auch der HR mit Sport in Hessen dabei, ein Team von 4 Leuten (Kamera, Ton, Kabelträger und Reporter).
Das Ergebnis und die Interviews sind Meilensteine der Sporthistorie“.
IRONE aus (zur Sicherheit)
Das es in Wirklichkeit nur die Teilnehmer/innen und direktem Umfeld (Eltern / Großeltern - Freund oder Freundin) interessiert und somit egal ob es zu einvernehmlichen Verlegungen kommt- ist für den Verband nicht von Interesse.
Die kleinen Vereine (meine Definition 50 – 250 Mitglieder), werden in den nächsten Jahren noch stärker zu kämpfen haben, da Sie sich Hauptamt oder gute Kräfte (ÜL) nicht leisten können.
Da Tischtennis nicht oder nur sehr selten im Schulsport angeboten wird (kleine Info am Rande zur Grundausstattung einer 3-Fach-Halle gehören 6 TT-Tische - außer ein TT-Verein lässt die Nutzung „seiner“ Tische zu), muss der Ansatz ein anderer sein.
Hier war der Vorschlag Vereine ohne Jugend mit Geldmittel zu sanktionieren.
Der Heimatverein von T.B und P.F dürfte allen bekannt sein.
Die Gemeinde hat auch 2 weitere TT-Vereine in den Ortsteilen (max. 2km entfernt).
Welche Eltern würden Ihr Kind nun zu diesen Vereinen bringen, wenn in dem Verein T.B und P.F trainiert haben und dort sehr gutes Training angeboten wird?
Diese haben langfristig keine Chance eine Nachwuchsmannschaft aufzubauen (und ich weiß wovon ich spreche).
Jeder muss sich eine Nische suchen, die für den Verein mittelfristig zumindest eine Chance hat, ob realisierbar?
Das KONZEPT gibt es nicht, da die Gesellschaft sich zu schnell wandelt.
Da nahezu in jedem Dorf die Möglichkeit besteht (Saal – Raum über 100 m² (u.a. Dorfgemeinschaftshaus) Tischtennis zu spielen und in den Sommermonaten im Schwimmbad die Tische belegt sind, sind die Vereine, handelden Personen, am Ende selbst schuld! – Daher ist mein MITLEID nur bedingt vorhanden.
Das Problem, weniger Vereine, weniger Gegner, trifft aber auch die, die etwas tun! 