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Alt 17.04.2021, 13:54
alba alba ist offline
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alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)alba ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

Wir reden hier über zwei Schienen: Einmal die Verbandsschiene und zum anderen über die Vereinsschiene. So lange ein Verein am Verbandsspielbetrieb teilnehmen will, muss er die Vorgaben der Verbände hinnehmen, so ungünstig sie auch oft sind. Bestes Beispiel sind die Wochentagsspiele der Jugend. Habe ich eine Mannschaft mit 10-Jährigen und die sollen am Mittwochabend um 18:30 Uhr in einem 4o km entfernten Ort antreten, dann legen die meisten Eltern ihr Veto ein. Also gar nicht antreten (gnadenlose Verbands-Strafe), dezimiert und damit chancenlos antreten (mit dem Risiko, dass die verbleibenden Spieler die Lust verlieren) oder zum Antreten zwingen, was dann meist bald zum Austritt führt. Aber den Verband interessiert das eher nicht, Hauptsache seine Kaderspieler belegen bei der deutschen Meisterschaft vordere Plätze. Lösung: Mannschaft unter diesen Bedingungen gar nicht erst melden.
Die Vereinsschiene haben wir selbst in der Hand. Man muss einfach versuchen, seine Ressourcen bestmöglich auszuschöpfen. Ist die Halle nur zum Teil gefüllt, entweder die Gründe herausfinden und beseitigen, die Werbetrommel rühren oder schlimmstenfalls Hallenzeit jemandem anderem abgeben. Wird es finanziell knapp, Beiträge erhöhen, Spenden oder Werbepartner akquirieren, Fördertöpfe suchen, Förderverein gründen etc. Das Risiko, das Veränderungen immer mit sich bringen, kann man reduzieren, indem man sich umschaut, wie hat man in anderen Regionen, anderen Sportarten einen Umschwung herbeigeführt. Geht natürlich alles nur, wenn ein paar echte Kümmerer da sind. Und ganz wichtig: Wir brauchen die Konkurrenz in der Region! Es ist ein Pyrrhussieg, wenn in der Nachbarschaft die Vereine zugrunde gehen. Da bekomme ich zwar vielleicht ein paar Spieler von der Resterampe, aber zu geringe Vereinsdichte, wie es sie in Sportarten wie Badminton, Basketball, Volleyball jetzt schon gibt, ist auf Dauer tödlich.
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Stopp dem Windelmüll!
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