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Zitat von tt753
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@Majestät: Taltente im Leistungssport sind oft Kinder von "verrückten" Eltern. Da haben Verbände eher wenig mit zu tun.
Wo ist denn die Perspektive für "Trainertalente"? I.d.R. werden von Verbänden Ex-Profis als Trainer eingestellt.
Die Ausnahmen sind selten.
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Talente im Leistungssport würde ich differenzierter betrachten. Ich würde mal behaupten, dass der Großteil der Landeskader-SpielerInnen nicht "professionell" von den Eltern da hingeführt wurde. In der absoluten Spitze gebe ich dir aber Recht (Beispiel Kay Stumper).
Perspektive für Trainertalente: Kommt auf den Trainer drauf an. Gewinn wäre es vor allem, wenn durch die Förderung die Fähigkeiten und die Motivation geschaffen wird, einer dieser Trainer zu werden, die eine Nachwuchsarbeit neu beleben oder auf ein neues Niveau (nicht zwingend leistungstechnisch) zu heben. Der/Die 14jährige eines Vereins, bei dem die Nachwuchsarbeit vor sich hin dümpelt, die/der sich beim StarTTer-Lehrgang besonders motiviert zeigt, wird alle 3 Monate von einem Mentor/Verbandstrainer/... besucht und bekommt Feedback, Tipps und Anregungen. Wird vom Helfer beim Anfängertraining zum Leiter einer Anfängergruppe, macht mit 16 die C-Lizenz und ist mit 18 die prägende Person einer kontinuierlich gewachsenen Nachwuchsabteilung. Bei einem berufsbedingten Standortwechsel kann sich ein anderer Verein über so jemanden freuen (und vielleicht ist beim alten Verein auch schon das nächste Trainertalent am Start) oder vielleicht bleibt das Trainertalent ja auch dauerhaft vor Ort und prägt den Verein über Jahrzehnte. Gerade zu Beginn muss es natürlich Unterstützer geben, aber irgendwann kann so etwas zum Selbstläufer werden. Das wäre so eine Wunschvorstellung (realistisch?).
Zitat:
Zitat von pepekepski
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Mein Fazit: einfache Sportarten wie Fußball setzen sich durch. Werden viel im TV gezeigt, was die Lust, es selbst zu machen, stärkt. Und du brauchst nationale Heros ... Wenn Timo Boll durch die Schulen wandern würde, was glaubt ihr, wie schnell Kinder anfangen würden. Aber dafür fehlt halt leider die Zeit ...
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Es schadet nicht, aber ist es wirklich notwendig? TT ist für mich keine Fernsehsportart, sondern eine zum selber spielen (und vielleicht noch gelegentlich zum live anschauen mit toller Atmosphäre). Und auch nationale Helden braucht es nicht unbedingt. Ein Beispiel zum Schmunzeln dazu: Ich habe für eine Nachwuchsabteilung den Besuch eines Pokalspiels mit Düsseldorfer Beteiligung organisiert. Als Timo im zweiten Spiel an der Reihe war, hat es der Großteil der Kinder vorgezogen vor der Halle an einem Steintisch Rundlauf zu spielen, anstatt sich Timo anzuschauen. Warum? Weil TT spielen mega Spaß macht (machen kann) und es ein Sport in erster Linie zum Spielen ist und nicht zum Zuschauen (natürlich auch altersabhängig). Im Leistungsbereich mag das etwas anders sein und ein Vorbild eine größere Bedeutung haben.