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Alt 19.04.2021, 09:17
Schrottkopf Schrottkopf ist offline
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

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Zitat von Fastest115 Beitrag anzeigen
Ja eine sehr gute Idee.
Jetzt rechne das mal von der verbandstrainer Seite aus.

Ein Trainer soll ca 20 Einheiten in 40 trainingswochen im Jahr in einem Verein machen. Also alle 14 Tage. Also kann er 10 vereine betreuen und wäre dann jeden Abend die Woche unterwegs.
Der wttv hat ca 35 Kreise. Wenn in jedem Kreis 2 Vereine sind die man betreuen soll dann braucht man 7 verbandstrainer die jeden Nachmittag nur damit beschäftigt sind dieses Projekt zu betreuen.

Die haben dann keine Zeit mehr für wttv stützpunkt Training oder andere Dinge wochentags im nachmittagsbereich.
Ist quasi dann 7 halbtagsstellen für das Projekt.
Wo wir wieder bei dem Problem Personal finden das das machen kann und will und Geld um die zu bezahlen.
Nicht vergessen sollte man auch, dass gute, aktive Trainer wohl meist im Prinzip einen Hauptverein haben, bei dem sie den größten Teil Ihrer Zeit und Energie investieren. Wir leben im Prinzip bei uns so ein ähnliches Modell - aber nicht mit Verbandsunterstützung sondern in Eigeninitiative.

Wir bewegen uns auf auf Kreiseben und haben trotzdem einen Damen-Bundesligatrainer, der bei uns einmal die Woche für 4 Std. Jugend und Erwachsene trainiert. Unter 4 Std würde es sich für ihn von der Fahrzeit her nicht rentieren. Neben seinen Bundesliga-Damen schafft er eigentlich nur noch 2 Vereine, bei denen er sich nebenher regelmäßig engagieren kann. Aktuell liegt das ganze Konzept coronabedingt natürlich auf Eis, ich hoffe natürlich, dass es wieder so weitergeht, wenn wir wieder an die Platten dürfen.

Was wirklich gut funktioniert ist der Effekt, dass die bisherigen Jugendtrainer spürbar strukturierter und engagierter an die Sache herangehen bzw teilweise auch zu Trainerausbildungen motiviert wurden.

Im Erwachsenenbereich gibt es außer ihm keinen weiteren Trainer, allerdings ist sehr schön zu beobachten, dass auch freiwillig Systemübungen gespielt werden, wenn er nicht da ist. Selbst Spieler, die vermutlich in 40 Jahren TT noch nie eine Übung gespielt hatten, gewöhnen sich an den Gedanken, dass man auch mit 60 noch Fortschritte machen kann

So profitieren also nicht nur die anderen Trainer sondern vor allem auch die Spieler davon, irgendwo Struktur hinaeinzubekommen und nicht einfach nur ein paar Sätze zu spielen, wie es vorher üblich war.

Und die Jugendgruppe ist innerhalb von wenigen Monaten von meist 10-20 auf über 40 regelmäßige Trainingsteilnehmer gewachsen.

Zitat:
Zitat von Fastest115 Beitrag anzeigen
Wie gesagt . Sehr gute Idee aber sehr personal und kostenaufwendig
Das stimmt allerdings und ohne Sponsor bzw besonders auch ohne freundschaftliche Verbindung zu dem Trainer wäre das ganze sicher auch nie zustande gekommen.
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