Einzelnen Beitrag anzeigen
  #52484  
Alt 27.04.2021, 18:22
Noppenzar Noppenzar ist offline
registrierter Besucher
Foren-Urgestein - Master of discussion **
 
Registriert seit: 08.04.2008
Alter: 49
Beiträge: 8.312
Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Noppenzar ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Du entwertest deine eigenen Argumente mit so einem Kokolores.

https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17248364.html
Die chemische Industrie schätzt, dass sich der deutsche Stromverbrauch verdoppelt, wenn nur dieser Industriezweig elektrifiziert wird.
Ob das bei Stahl und Autobau anders wird, wage ich zu bezweifeln.
Und solange die Energieplanungen davon ausgehen, dass wir weniger Strom brauchen werden und nicht ein vielfaches, habe ich auch deutliche Zweifel, dass das klappt.
Man erkennt ja anscheinend nicht mal die Dimension.
Frankreich geht gerade einen anderen Weg. Man will mit Hilfe der AKW Wasserstoff erzeugen.

Und beim Strom gebe ich dir recht. Der größte Stromverbraucher der Welt wird in absehbarer Zeit das Internet sein. Alleine der Bitcoin zieht soviel Strom beim Mining wie die Niederlande in einem Jahr verbrauchen.

Es gäbe in Deutschland doch überhaupt kein Problem mit der CO2 Entwicklung, wenn man bestehende Technologien noch beibehält (AKW) oder verbessert (CO2 Abscheidung KKW). Im Automobil-/Schiff-/Flugzeugbereich könnte man viel mehr auf Gas als Überbrückung setzen.

Dazu darf man geostrategisch nicht vergessen, dass man sich für den Fall einer globalen Krise durch die Schließung der letzten Steinkohlebergwerke (ein oder zwei hätte man aufhalten sollen) der Möglichkeit beraubt hat im absoluten Notfall selbst Öl zu erzeugen. Mittels Chemie kann man im Krisenfall aus Steinkohle Benzin machen...

Und ob es in so einem dicht besiedelten Land wie Deutschland dauerhaft Sinn macht Wälder abzuholzen, nur um der Ökoindustrie Platz für Windräder zu schaffen, da muss man auch mal drüber nachdenken. Man könnte vorher mal damit anfangen alte Windräder mit besserer Technik auszustatten. Auch im Bereich Solar ist mit modernsten Methoden noch sehr viel möglich. Da kann man mittlerweile ganze Fassaden mit verkleiden.

Das ist aber nicht im Sinn der Multis. Panasonic hat schon vor Jahren das autark versorgte Haus präsentiert. Das möchten aber weder Staat (Abgaben) noch RWE und Co. (Gewinn).

Es geht leider beim Thema Öko in dieselbe Richtung wie beim "Asyl". Es bildet sich eine regelrechte Industrie der Profiteure. Warum beklatschen Billiglohnfirmen die Einwanderungspolitik der Grünen?

Da hat sich, fast unbemerkt, eine unheilvolle Allianz aus Ideologen, die letztendlich nur die nützlichen Idioten sind, und profitgeilem Großkapital gebildet.

Und die Zeche zahlt letztendlich der Endkunde/Arbeitnehmer oder auch Unternehmen die seriös klassisch wirtschaften.

Alle jammern über hohe Transportkosten, Stromkosten, Abgaben oder auch Wohnungsmangel und abnehmende Kaufkraft.

Das Grünenwahlprogramm ist eine Blaupause wie sich jeder dieser Punkte verschlimmern wird. Die 700 Mrd für die Ökoagenda treiben die Inflation, die Mehrzuwanderung sorgt für noch mehr Wohnungsmangel und der Wettbewerb im Billigsektor wird nochmal dramatisch zunehmen. Da eben nicht Ärzte, Ingenieure etc kommen, sondern die Klientel, die man für hochqualifizierte Tätigkeiten nicht gebrauchen kann. Die aber, und das war immer schon die Zielgruppe der Grünen, nach Einbürgerung eher "links" wählen. Außerdem frage ich mich, wie diese Punkte im grünen Programm mit der Erhöhung von Hartz4 und Umwandlung in eine Art Bürgergeld zusammengehen sollen. Dazu kommt die Rentenidee mit dem Staatsfonds, was prinzipiell gar nicht verkehrt ist, in der Umsetzung aber frühestens in 30 bis 40 Jahren einen Effekt haben wird und die aktuelle Rentenproblematik überhaupt nicht löst.

Der norwegische Fonds hat ein Volumen von 1 Billion Euro. Deutschland müsste, bei identischem Effekt, 15 Billionen in diesem Fonds haben. Wie lange dauert es bis ohne Erhöhung der Rentenbeiträge diese Summe angespart ist? Unter Berücksichtigung der Inflation müssten in 40 Jahren sogar 45 Billionen oder noch mehr angespart sein, zielt man auf die Kaufkraft des norwegischen Fonds ab.

Da ist mathematisch soviel Problematisches im gesamten Wahlprogramm...