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AW: Victas V > 11 Extra
So, nun habe ich den V11 extra zwei weitere male gespielt und komme zu folgendem Fazit. Offenbar hat der Belag zu Beginn noch ziemlich stark vom verbleibenden VOC-Effekt profitiert. Das verwundert nicht, denn der Belag hat auch ordentlich Leim aufgesaugt. Deswegen war er auch zu Beginn deutlich schneller und erzeugte bei voll getroffenen Bällen einen echt satten Sound. Mit jedem weiteren Training hat das aber alles abgenommen.
Im Endeffekt kann ich nun sagen, dass der V11 extra etwas langsamer als der Quantum X Pro oder auch Aurus Prime ist, und sich dabei für einen 47.5° harten Belag ziemlich weich spielt, trotz des etwas härten Obergummis. Das muss wohl an dem speziell leichten Schwamm liegen. Der Quantum X Pro spielt sich dem entsprechend härter und damit direkter mit insgesamt mehr Druck und Tempo. Dafür spielt sich der V11 extra super kontrolliert, und Eröffnungsspins jeglicher Art gehen nahezu fehlerfrei. Allerdings muss man deutlich mehr Arbeiten, wenn man den Gegner mit kraftvollen Bällen unter Druck setzen will.
Ich bleibe dabei, dass ich den V11 extra eher als Rückhandbelag sehe, da er sich für die Vorhand für viele ambitionierte Spieler wohl zu weich und zu wenig druckvoll spielen dürfte. Wer aber auf der RH-Seite eine sehr kontrollierte offensive Allzweckwaffe sucht, die sich nicht zu hart spielt und auch nicht brachial schnell ist, der ist mit dem V11 extra bestens bedient. Der Belag könnte auch für Spieler interessant sein, die tunen und ein sehr weiches Spielgefühl bevorzugen, wenn der Belag auf das Tuning ebenso anspricht wie auf VOC-Kleber.
Trotz der sehr guten Blockeigenschaften ist mir der V11 extra für meine Rückhand nicht direkt genug und vom Spielgefühl insgesamt etwas zu weich, sodass ich mit dem Belag selber zu viel arbeiten muss. Deswegen verkaufe ich den Belag jetzt.
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