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Zitat von Glücksball
Die Strategie der Medien scheint noch raffinierter zu sein. Man erwähnt nur negative Konsequenzen von geplanten Änderungen (erhöhte Spritpreise) und redet möglichst nicht über positive (Geld fließt auch zurück, Lenkungswirkung der CO2-Steuer). Wer meint, die Medien seien überwiegend linksgrünversifft, der soll das mal erklären (war ja nicht nur die Springer-Presse).
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So wie die trittinsche eine-Kugel-Eis?
Ja, das Geld würde zum Teil zurückfließen. Aber nur, wenn man das macht, was die Grünen wollen. Letztendlich führt das dazu, dass ich zum Beispiel trotzdem nach Asien fliege, auch wenn es 500 Euro mehr kostet (und mich nebenher über den neugewonnenen Platz im Fllieger freue) und trotzdem mit den Dieseln weiterfahre (und möglichst die Preise anpasse) weil E-Autos für meine beruflichen Zwecke völlig unpraktikabel sind.
Wo es Sinn macht, zum Beispiel im extremen Kurzstreckenbereich (Lieferdienst etc.) wird sich die E-Karre aus Kostengründen jetzt schon durchsetzen, genauso wie sich bei UPS das Erdgasauto durchgesetzt hat. Auch Pflegedienste usw. sehe ich aktuell schon mit E-Autos.
Und im privaten Bereich wird dort die schwierigste Aufgabe sein die "Tankkosten" fair zu gestalten. Das ist aktuell absolut nicht der Fall. Es ist absoluter sozialer Sprengstoff, wenn der "Arbeiter" aus dem Mehrfamilienhaus in Köln-Chorweiler jedes Mal zum Laden für 1 Euro pro kWh an die Ionitysäule muss und dort auch noch eine Stunde verliert, während der gut betuchte EFH Bewohner mit Solardach sein Auto nahezu umsonst "auftankt".
Dazu kommt der nicht vorhandene Gebrauchtwagenmarkt. Während der Pflegedienst oder Pizzadienst den Zoe oder Dacia nahezu umsonst einkauft und letztendlich egal ist, wenn er die Karre nach 5 Jahren auf den Müll wirft, hat der typische Gebrauchtwagenkäufer der aktuell einen 4-6 Jahre alten Golf kauft und 4 Jahre fährt, dann wenig Alternativen. Klingbeil wies in der Berliner Runde darauf hin und erntete nur Spott von KGE und Ziemiak.
Mal ein einfacher Vergleich, nehmen wir mal Dacia, da der ja öfter von "Arbeitern" gefahren wird:
Betrieblich (Pflege, Pizza):
KP aktuell 20k.
Förderung 9k, Erstattung USt bei Kauf 3.800.
Bleiben 7.200 Kaufpreis. Bei 100% betrieblicher Nutzung und 40% Einkommensteuer trägt der Steuerzahler über 5 Jahre Abschtreibung nochmal 2.800 Euro.
Bleiben zunächst 4.400 Kosten. Durch die KFZ-Steuerbefreiung und wegfallende Ölwechsel spart der Käufer in den 5 Jahren gegenüber dem Diesel nochmal 1.500-2.000 Euro.
Bleiben Kosten von etwa 3.000 Euro für einen Neuwagen. Und selbst wenn die Batterie dann nur noch bei 70% ist, für 3k kann er die Karre nach 5 Jahren in Zahlung geben.
Faktisch fährt er den Wagen also 5 Jahre umsonst.
Sozial natürlich gegenüber dem Leiharbeiter mit seinen Dacia Diesel, den er weiterfahren muss, weil ihn das Arbeitsamt 50 KM weit weg von Zuhause zwangsvernittelt hat und der nichtmal die 11k für den subventionierten E-Wagen übrig hat und auch in 5 Jahren mit einem gebrauchten E-Auto mit abgeranzter Batterie nicht mal bis zum Arbeitsplatz käme sehr fair. Dazu muss er noch teuer an der Ladesäule tanken, während der Pizzadienst nachts an der Wallbox günstig auflädt...