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Aufgabe mit Spielabbruch ist einfach unhöflich. Ich habe das noch nie gemacht und werde es auch nie machen (Verletzungen o.ä. ausgenommen).
Es gibt aber auch eine andere Art der Aufgabe: der Gegner "steckt es". Der Einsicht folgend, daß man ohnehin jetzt und hier nicht gewinnen kann, werden die letzten Punkte lustlos verballert. Hauptsache vorbei und vergessen.
Dies passiert sehr häufig und hier kann man den Kämpfer vom Weichei unterscheiden. Ersterer ackert bis zum allerletzten Punkt.
p.s. der Vergleich mit dem Schach hinkt gewaltig. TT ist ein kumulatives Spiel: jeder erzielte Punkt bleibt erhalten, so daß das Spiel wirklich erst am Ende vorbei ist. Beim Schach kann man noch so bombig stehen - eine Unachtsamkeit und Alles stürzt mit einem Riesengetöse ein. Auf der anderen Seite gibt es beim Schach Stellungen (großer materieller Vorteil ohne Kompensation), die nur dann nicht mehr gewonnen werden "wenn der Gegner tot vom Hocker fällt" (Zitat GM Hübner). Hier ist es vor allem angesichts des enormen Zeitaufwandes (4-6 Stunden für 1 Partie) einfach sinnlos und nervend weiter zu spielen. Wenn meine Gegner darauf beharren solche Stellungen weiter zu verfolgen, fange ich immer an ein Buch oder eine Zeitung zu lesen.
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Immer schön eklig spielen !
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