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Alt 14.06.2021, 10:41
Petar Petar ist offline
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AW: OX-Noppen mit Plastikball

Zitat:
Zitat von M3rlin Beitrag anzeigen
Unter Störspieler verstehe ich Spieler die mit bestimmtem Material vorne am Tisch bestimmte Eigenschaften von Belägen ausnützen und Bälle spielt, die mit NI Belägen mit Spinpotential physikalisch gar nicht/schwierig machbar sind.
Auch im Semipro oder Pro Bereich gibt es solche Spieler.
Fabian Akerström(LN), Luca Mladenovic(GLAnti), Sauer und Tröger(LN), Amelie Solja(GLAnti) sind ein paar Beispiele.
Ich persönlich spiele sehr ungern gegen diese Art Spieler(Trainiere aber so oft wie möglich mit solchen Spielern), da man im Vergleich zur langen Abwehr schon deutlich unter Zeitdruck steht. Man öfter gegen/mit NI spielt und daher an diese Bälle nicht gewöhnt ist und sich instinktiv dann oft falsch entscheidet und den Fehler macht.
Das große Problem der Störspieler ist komischerweise, je mehr es von Ihrer Sorte gibt, desto uneffektiver wird der Einsatz, da man eher an diese Bälle gewöhnt ist.
Ich verstehe schon, was damit gemeint ist, aber darf/soll man es als "Störspiel" definieren?

"Unter Störspieler verstehe ich Spieler die mit bestimmtem Material vorne am Tisch bestimmte Eigenschaften von Belägen ausnützen..."

Jede Art von TT-Beläge hat bestimmte Eigenschaften. Ihre Vielfalt können wir doch. Ob NI, kurze Noppen, LN oder Anti - alle diese Beläge haben spezifische Charakteristiken (Stärke und Schwächen). Wie damit gespielt wird, entscheidet eigentlich der Spieler mit all seinen taktischen und spielerischen Möglichkeiten.
Der Eine zieht Topspins mit einem NI-Belag, der Andere verteidigt damit und spielt Unterschnittbälle. Beide "stören" den Gegner, nur auf verschiedene Arten und durch anderen Konzept.
So spielt einer mit LN klassisches Abwehr hinter dem Tisch und versucht das Spiel durch die Rotation zu varieren, der Andere spielt aber mehr am Tisch und versucht durch die verschiedene Platzierungen zu punkten. Beide versuchen ihren Gegner zu "stören" mit verschiedenen Spielkonzepten.
Ähnlich auch mit einem Anti-Belag. Der Eine verteidigt von hinten, der Andere blockt am Tisch...
Wenn man unter "Störspiel" verstehen möchte - "der Spieler hält nur seinen Schläger und weiß nicht mal selber was passiert, ohne Technik und spielerisches Können..." Dann frage ich mich, gegen wen soll so ein Spieler bestehen? Wie schlecht muss sein Gegner eigentlich sein um das Spiel zu verlieren, gegen einen Spieler ("der nichts kann" und "nichts weiß")?
Der Belag hat ihn gestört? Spiel den Gegner anders an auf "den Belag" (der so von Gegner gespielt/gehalten wird, eigentlich viel mehr Nachteile als Vorteile hat).
So gesehen gibt es für mich kein konkretes "Störspiel", sondern nur verschiedene Spieltaktiken und Umsetzungen.
Wer nicht versteht und nicht kann - der dürfte auch nicht gewinnen. So einen Spieler dürfte nur sein eigenes spielerisches Unvermögen stören und nicht der Belag und die Taktik des Gegners.
Als Zuschauer darf man es mögen oder nicht als besonders attraktiv finden, aber über Geschmack lässt sich nicht streiten. Oder?

Geändert von Petar (14.06.2021 um 10:46 Uhr)
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