Die letzte Aufgabe von Snape hat mich auf eine andere berühmte historische Partie (New York, 1857) gebracht.
FEN: 3r2k1/ppp2ppp/6q1/b4n2/3nQB2/2p5/P4PPP/RN3RK1 b - - 7 19
Schwarz steht auf Gewinn, kann allerdings nicht zwingend mattsetzen. Trotzdem gibt es einen besten Zug, der wohl nicht leicht zu finden ist.
Da das Schach-Genie Paul Morphy hier die schwarzen Steine führte, wurde der Zug am Brett selbstverständlich gefunden. Der Gegner, Napoleon Marache, war für damalige Verhältnisse sicherlich kein Fallobst und erlaubte Morphy nach dessen Zug ein schönes Schachmatt.
Marache, aus Frankreich stammend, erlernte das Spiel in den Vereinigten Staaten erst im Alter von etwa 26 Jahren, machte jedoch ungewöhnlich schnell Fortschritte im Schach. Er war später als (Schach-)Autor bekannt und glänzte auch mit eigenen Entwürfen von Schachproblemen. Am bekanntesten dürfte er jedoch für die oben erwähnte Verlustpartie gegen Morphy geworden sein.