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AW: Olympia 2020 (23.07. - 08.08.2021, Tokio, JPN)
Ist eine schwierige Situation, bei der es nicht nur "schwarz" und "weiß" gibt, sondern vor allem "grau".
Natürlich ist es die wirtschaftliche Stärke Deutschlands, die Han und Shan und einige andere nach Deutschland geführt hat. Beide sind in China ausgebildet, beide sind aus finanziellen Gründen (Beruf) nach Deutschland. Ist ja auch völlig in Ordnung. Dass sich dann, wenn sich der Lebensmittelpunkt mittel- und langfristig nach Deutschland verlagert, auch eine Einbürgerung möglich ist, ist ja auch ok.
Ich denke nicht, dass sich die Spielerinnen nur aus sportlichen/finanziellen Gründen haben einbürgern lassen. Ob bzw in welchem Maße das mitentscheiden war, können nur sie selber beantworten. Aber ist so oder so in Ordnung von ihnen.
Was aber schon festzuhalten ist, ist das 90%(?)+ der Ausbildung der Spielerinnen auf China zurückgeht (Training als Chinesen in China unter chinesischen Trainern) und natürlich hat das ein "Geschmäckle", gerade auch, weil Deutschland/DTTB in die Richtung ja auch schon früher deutliche Kritik geübt hat, jetzt aber selber profitiert.
Kein Verständnis habe ich dann übrigens, wenn man die Einbürgerungen in anderen Ländern in dem Zusammenhang anprangert. Ich denke da darf dann jedes Land auch seinen eigenen Weg gehen (auch hier gibt es keine "schwarz" oder "weiß", sondern nur "grau", wenn auch mit unterschiedlichen "Schattierungen"): das gilt sowohl für die katarische Handball-Nationalmannschaft als auch Länder, die chinesische TT-SpielerInnen einbürgern, ohne dass sie je das Land betreten haben. Es ist anmaßend das als falsch zu bezeichnen und die eigenen Wege zur Einbürgerungen als richtig.
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