Zitat:
Zitat von Peter Igel
Junge!
Das zweite chinesische Team sind "wir".
Peinlich hoch sieben, dass man diesen "Erfolg" jetzt hochjubelt.
Sind wir Katar oder die Emirate, dass wir Sportler "einkaufen" und uns mit deren Leistungen rühmen?
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Natürlich wusste ich worauf du hinaus willst, wollt dich nur bisschen ärgern.

Grundsätzlich bin ich natürlich auch einer der sich über die sympathische und spielstarke Verstärkung von Ying und Xiaona im Nationalteam freut.
Aber ich verstehe auch ganz klar worauf du hinaus willst.
Tatsächlich halte ich es auch für fragwürdig das erwachsene Spielerinnen, nochmal für ein anderes Land starten dürfen.
Gut ist dass es da immerhin diese 8 Jahre Wartezeit gibt, bis sie dann tatsächlich für ihr "neues" Land starten dürfen. Das macht es für viele Nationen unattraktiv sich einfach Spielerinnen einzukaufen.
Und eingekauft sind Shan Xiaona und Han Ying wie es @Shaki ja schon treffend schreibt, ganz sicher nicht.
Beide kamen allerdings nach Deutschland um hier Tischtennis zu spielen, also ihrem Beruf nachzugehen.
Xiaona wollte ja eigentlich nur für ein Jahr hier bleiben, ehe sie dann über Zufälle doch hier heimisch geworden ist. Wie es bei Ying war weiß ich nicht genau. Aber ich denke das keine mit dem klaren Ziel hergekommen ist, hier irgendwann mal Nationalspielerin zu werden.
Dadurch das sie mittlerweile ca. 15/16 Jahre hier wohnen und den deutschen Pass besitzen, sind sie aus meiner Sicht vollwertige Deutsche.
Aber das könnten sie natürlich auch sein, ohne das sie für die Deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt sind. Das ist das krankende System was @Peter beschreibt und auch viele andere kritisieren. Wir "schmücken" uns mit fremden Federn.
Das es dem Verband sehr recht ist, da jede Medaille bei Olympia einen großen Anteil aus dem Topf der Fördergelder bringt, die ja u.a. für den Nachwuchs verwendet werden, ist total verständlich und es wäre fahrlässig dies nicht auszunutzen. Das Spielerinnen wie Mittelham, Winter, Schreiner, Mantz, Wan oder Kaufmann bei solchen Turnieren dann nicht zum Einsatz kommen können, da es Spielerin gibt die in ihrem Heimatland mit einem besseren System eine weitaus bessere Ausbildung genießen konnten (die natürlich sicherlich nicht immer schön war), und nun für die deutsche Nationalmannschaft spielen dürfen, ist schon bitter für die deutschen Eigengewächse.
Es ist richtig das es nicht bringt jetzt immer wieder den Einsatz von Han Ying und Shan Xiaona zu kritisieren, vor allem weil beide wirklich richtig tolle Sportsfrauen sind, aber das System dahinter kann man durchaus kritisieren.
Meiner Meinung nach sollten es ein Datum ein der Jugend geben, z.b. bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, bis zu dem man sich für eine Nationalität (für die man ein Pass hat) entscheiden muss, für die man in Sportwettkämpfen antreten möchte. Danach sollte ein Wechsel nicht mehr möglich sein. Natürlich sind für mich Spielerinnen aus China oder allen anderen Ländern der Welt weiterhin Willkommen in Deutschland in der Bundesliga ihr Geld zu verdienen und in Deutschland heimisch zu werden, doch ob diese dann in 8 Jahren mit neuem deutschen Pass auch für die deutsche Nationalmannschaft antreten dürfen sollten, halte ich für fragwürdig.
Für die Zukunft kann es aus meiner Sicht also gerne geändert werden.
Spielerinnen wie Ying und Xiaona können ja dann trotzdem vom DTTB für internationale Turniere nominiert werden, in der Bundesliga spielen oder sogar in der Nationalmannschaft ihres Heimatlandes spielen, wenn sie denn dafür stark genug sind.