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Zitat von moe589
etwa die angesprochenen mittelham und winter.
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Nun ja, nicht wirklich. Wie man bei verschiedenen Großereignissen und Turnieren, wo mehr als 3 Spielerinnen zugelassen sind, sehen konnte, ist da einiges an Luft, was die Zwei betrifft. Nina hat großes Talent, ist aber wie Koki Niwa zum Beispiel, stark von der Tagesform abhängig. Die Schwankungen bei ihr sind groß und wie die EM gezeigt hat, gibt es nachvollziehbare Gründe, weshalb man Nana den 3. Startplatz for Tokio gegeben hat.
Ich mag Sabine genau wie Nina sehr, aber bei ihr gilt leider daß Bild, das ich bereits früher einmal angesprochen habe. Sabine ist wie ein Kampfhubschrauber. Absolut top unter den richtigen Umständen, aber wenn die Umstände nicht richtig sind (was garnicht selten der Fall ist), dann hat ein Kampfhubschrauber nichts an der Frontlinie zu suchen. Sabine ist eine Spielerin für die Mannschaft, wenn man ganz bestimmte Spieltypen knacken will/muß, aber außerhalb dieses Spektrums verliert sie, gerade angesichts ihres Talents, viel zu oft auch gegen Spielerinnen die nicht halb so viel Talent haben.
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wenn ich das mal auf meine aussage beziehe, dann hab ich das so nicht gesagt.
ich habe explizit darauf hingewiesen, dass diese spielerinnen sehr gute trainingspartnerinnen sind und dem dttb zu medaillen und geld verhelfen, was ohne sie wahrscheinlich deutlich schwerer wäre.
dennoch hat es eine wirkung, wenn nachwuchsspielerinnen sehen, dass man durchaus gefahr läuft, von "extern" ersetzt zu werden bzw. erst gar keine chance zu bekommen.
was bei den jetzigen spielerinnen mit chin. wurzeln geklappt hat, könnte in zukunft auch andere chinesinnen ins exil nach europa locken.
das dauert zwar für die einzelnen spielerinnen recht lange bis zur einbürgerung, wenn aber ein konstanter andrang in d besteht, dann greift das dennoch fortlaufend ineinander.
die wirkliche situation was eventuell nach han ying und shan xiaona kommt, kann ich so nicht beurteilen, möchte nur den grundgedanken darlegen.
das ist also keineswegs nur ein pseudoargument, da helfen auch derbe formulierungen nichts.
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Mein Kommentar war nicht auf dich gemünzt, sondern diese Diskussion allgemein.
Ich bin der Auffassung, daß der Zenith der Einbürgerungswelle, zumindest in den besseren TT-Ländern, schon lange durch ist. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, waren es doch die erste und zwote Welle, die echte Topspieler/innen aus politischen und/oder privaten Gründen in andere Länder brachte. Also die Generationen um Schöpp, Zian-Törner, Gotsch, Cordes, Schreiner, Wu, Han, Shan und noch einige weitere.
Fast alle, die seit, sagen wir, 2010 aus China ins Ausland gehen, sind zwar auch keine schlechten Spieler, aber nicht auf dem Niveau, daß die beiden ersten Generationen hatten.
Weiterhin möchte ich nochmals auf die Einstellung des Nachwuchses eingehen. Wer nicht bereit ist, egal in welcher Sportart, zu beißen und Hindernisse zu überwinden, ist in einer Nationalmannschaft fehl am Platz.
Solange es fair zugeht, also keine dieser Schnelleinbürgerungen oder ähnliches, muß man sich dann eben mehr bemühen.