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Zitat von Markus S.
Sehr schön, und was willst du jetzt damit sagen.........?
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Steht da: Ist alles Mechanik. Auch die Dynamik
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Ein TT-Holz hat nichts mit einen T-Träger zu tun. .. Und einen T-Träger aus Holz hab ich noch nie gesehen.
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Deswegen empfahl ich nen Semesterchen "Holzbau für Bauingenieure" ...
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Ein TT-Holz ist ganz anders aufgebaut: Schon Material ist alles andere als homogen. Der Aufbau ist in der Regel so dass sich zwischen einer harten Decklage ein weicher Kern befindet. Von homogenen Eigenschaften über den gesamten Querschnitt ist keine Spur.
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Sicher.
Bei modernen Werkstoffen im Maschinen-/Fahrzeugbau auch nicht.
(Oberflächenhärtung, -beschichtung, Verbundwerkstoffe etc.)
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Desweiteren hat ein Holz noch nicht mal die Form eines T-Trägers. Dein Vergleich hinkt also hinten und vorn.
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Keinesfalls. Man denke sich das Holz in der Mitte längs durchgesägt. Wir blicken auf die schmale Schnittkante.
Wir sehen: 2 Deckschichten, einen Kern. 90° zu den Schichten kommt der Ball angeflogen (erscheint als Kreis)
Jetzt ersetzt man die Deckschichten durch die Gurte eines Doppel-Ts, den Kern durch den Steg.
Oh Wunder: das Bild sieht genauso aus.
Samit vernachlässigen wir zwar ein Auftreffen des Balles neben der gedanklichen Verlägerung des Griffes, aber die daraus resultierenden Verwindungen wollten wir ja erstmal außer acht lassen.
Also m.E. ein guter Ausgang für eine Betrachtung.
Weiter in komplizierte Einzelheiten gehen kann man ja später immer noch.
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Jetzt bleibt noch die Frage warum die Maserung der Deckschicht keinen Einfluss hat: Beim Auftreffen des Balls auf den Schläger wird der größte Teil der Energie des Balles vom Schwamm aufgenommen und nur ein kleiner Teil wird zum Holz weitergeleitet. Vom Schwamm zum Holz wird ein Impuls übergeben.
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Wenn du meinst "kleiner Teil direkt aufgenommen", ok. Ansonsten: Falsch.
Der Impuls des Balles wird komplett auf das Holz übertragen und von diesem auf den Schlagarm. Schließlich halten wir das Holz am Griff fest, und nicht den Schwamm einzeln.
Unterschiede gibt es allerdings bei der Art&Weise, wie diese Impuls weitergeben wird. Aber diese Betrachtung kommt vielleicht später - wir sind noch im "grobmechanischen Teil', da paßt das nicht hin.
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Dieser Impuls bewirkt das dass Holz aus seiner Ruhelage gebracht wird und versucht diese wieder zu erreichen. Das Holz beginnt also um seine Ruhelage zu schwingen.
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Jo.
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Trennt man nun gedanklich Deckschicht und Kern, so würde die harte Deckschicht mit wesentlich kleinerer Amplitude schwingen wie der weiche Kern, da die Schwingungsenergie bei beiden gleich sein muss.
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Muss sie?
Für unser Beispiel ist übrigens das Freischneiden nicht zulässig. Nicht die Energie muss gleich sein, sondern die Amplitude.
Außer die Klebefuge ist allzu dick und elastisch, aber dazu später ..
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Die "zwanghafte Überlagerung" (durch die Verleimung) der beiden Bewegungen bewirkt das die Schwingung des Kerns von der Deckschicht gedämpft wird. D.h.: Der Kern schwingt, die Deckschicht dämpft.
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Erst recht falsch.
Wenn beide mit gleicher Energie schwingen, die Deckschicht aufgrund größerer Steifigkeit aber mit kleinerer Amplitude, dann schwingt sie aber mit höherer Frequenz. sonst ist die Energie ja nicht gleich

Dann würden sich die Schwingungen überlagern, aber nicht dämpfen.
Aber natürlich ist die Energie nicht gleich.
Denn wir reden hier von Biegeschwingungen um die Querachse, also längs zum Schläger. Die relevante Bewegung ist also nicht die in Auftreff-Richtung des Balls (die betrifft nämlich den ganzen Schläger), sondern die durch die Durchbiegung begründete Verlängerung/Verkürzung der Oberflächen(funiere), also längs in der Blattebene.
Und da ist die Amplitude nur in/an der Klebefuge für Kern und Außenlage gleich. (
außer die Fuge ....)
Je weiter man von der Mittellage (Sehne) des Holzquerschnitts weggeht, umso größer wird die Verformung.
=> Außen ist die größte Verformung, aber auch die größte Steifigkeit : der größte Energietransport
Falls du das nicht glaubts, trenn einfach mal mit einem Messer die oberen Funiere bei deinem Holz knapp über dem Griff durch. Wenn da keine Energie transportiert wird, brauchst du sie ja nicht.
Dann spiel damit einen Gegentops.. nein, üb lieber TS mit dem Ballroboter.
Dem tut es nicht so weh, wenn ihm ein Schlägerblatt an den Kopf fliegt.
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Dadurch dass das Deckfurnier sehr dünn ist, ist die Dämpfung gering.
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Was hat das mit einander zu tun?
Dichte, innere Reibung, etc haben etwas mit dem Dämpfungseigenschaften eines Stoffes zu tun. Die Abmessungen eher wenig.
Und leider sind gerade die Deckfuniere meist besonderns fest, aber elastisch ausgelegt. Dh. sie dämpfen gerade nicht.
Wenn etwas dämpft, dann ist es das weiche Hölz im Kern. Und der dämpft nicht hauptsächlich die Biegeschwingungen um die Querachse, sondern lokale Schwingungen in Blattdicke.
die passen aber nicht in diese grobmechanische Betrachtung
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Und bei geringer Dämpfung macht es in der Praxis überhaupt keinen Unterschied ob bei "idealer" Maserung die Dämpfung 100% des Idealen ist oder nur 95%. 100% Dämpfung heißt hier nicht das jegliche Schwingung weggedämpft wird, sondern das 100% den "Normalschwingungswert" des Furniers darstellt.
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Ah,ja.
Soll heißen?
Wie dargelegt, findet der Energietransport gerade in den Außenschichten statt. Abweichungen in den Materialeigenschaften machen hier also einen großen Unterschied.
Die Aufgabe des Kerns (Steg beim Träger) ist nur, die Außenschichten auf Abstand zu halten. Die dabei auftretenden Kräfte und Wege (Kraft mal Weg gleich ??) sind aber immer kleiner als die auf den maximalen Abmessungen auftretenden.
Und dabei haben wir noch nicht einmal die Verwindungen um die Längsachse betrachtet, die auftreten, wenn der Ball das Blatt nicht genau in Verlängerung des Griffs trifft.
Genaugenommen müßte man auch noch die auf dem Blatt aufliegenden Finger in die Betrachtung einbeziehen, aber ...
Spätestens dann wird klar, das Unterschiede in der Faserorientierung der Oberfläche einen großen Einfluß auf die Spieleigenschaften haben können ...
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Studienort:
Hab ich eben doch schon erraten. In Fürth, bei Quelle.
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Die anderen sollten raten.
Du sollst nach Hause gehen und deine Hausaufgaben machen.
Und nicht hier so einen hanebüchenen Blödsinn erzählen.
So, und wenn noch einer Lust hat mach ich noch ein zweites Posting über die lokale Ausbreitung des Impulses beim Auftreffen des Balles auf Gummi/Schwamm/Holz, resultierende lokale 3-D Schwingungen und deren Ausbreitung im Schlägerblatt im zeitlichen Verlauf.
Aber nur, wenn da jemand ernsthaft drum bittet. Und ich in den nächsten Tagen zu viel Zeit habe.
Ich habe nämlich keine Lust mehr.