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Zitat von Turboblock
sieh es doch einfach mal wie folgt: angenommen jemand hätte das spiel nicht gesehen und schaltet gerade erst ein wenn es fertig timo lächelt und ma long ist bierernst.
was glaubst du wen die meisten da als sieger wähnen würden? sollte wohl auf der hand liegen. ich fände es vollkommen ok wenn er dann flucht weint oder auch gar keine regung zeigt.
aber die niederlage wegzulächeln?...  ...das kann man im grunde nur so interpretieren dass er das als bonusspiel angesehen und niemals an sich geglaubt hat das ist fatal!
natürlich ist ma long weit überlegen aber so eine schwäche darfst du als spitzenmann bei einem olympiafinale vor der größten öffentichkeit niemals an den tag legen...
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Bei dem Punkt bin ich absolut bei Turbo! Das Lächeln von Boll nach dem Long Spiel hatte sowas von Erleichterung und *zum Glück hab ich*s jetzt hinter mir*. Auch das Interview danach wie Boll die Chinesen lobt und den 2. Platz gut redet.. Ovtcharov dagegen angepi...t, sauer, ernst und so muss das auch nach einer Final Niederlage sein!
Bolls mentale Einstellung (in Spielen in denen er gefordert ist und daher nervös wird) ist einfach das komplette Gegenteil von der eines Champions und absolut katastrophal. Man stelle sich mal einen Mohammed Ali, Michael Jordan oder Schweinsteiger mit so einer Einstellung vor... da wäre es sicher mit einigen Titeln nichts geworden.
In Europa war ein Boll einfach aufgrund seiner speziellen Technik, dem Talent, der auf ihn praktisch zugeschneiderten Ausbildung (unter Helmut Hampels Fittichen) und der dadurch resultierenden Grundsicherheit einfach stets seinen Konkurrenten überlegen, so dass er selten mental an seine Grenzen gehen musste..und selbst wenn, dann ist eine EM doch gefühlt eh alle 1-2 Jahre.
Und es ist kein Ding gegen die Chinesen, die auch zweifelsohne die besten Spieler sind zu verlieren, aber es geht darum wie man verliert. Einem Ovtcharov der nicht wie ein Ma Long geschohnt werden konnte, wird man da bspw. sicherlich nichts vorwerfen können.
Ich glaub so wie für mich und für viele andere hier, die konstruktive Kritik äußern, gehts es nicht darum Bolls zweifelsohne fanatische Karriere schlecht zu machen, stattdessen sind die Kritiker wohl eher der Meinung (und zwar mit guten Intentionen und einer Hoffnung zur Entwicklung), dass es schlichtweg versagt geblieben ist Bolls volles Potential (weder bei dieser Olympiade noch bei anderen) an die Platte zu bringen. Sozusagen sehen die Kritiker einfach mehr Qualität in ihm als er zeigen konnte.
Und dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Kritiker liegen einfach falsch.
2. Es gibt diverse Ursachen/ Umstände die dafür gesorgt haben, dass man das volle Potential nicht vollends ausschöpfen konnte.
Und da eine sachliche und kritische Berichterstattung (die wie wir nun gelernt haben, ja nichts schlechtes sein muss, sondern die die Intention auf ein Wirken hinzu einer Weiterentwicklung haben sollte) eben meiner Meinung nach, in der Tischtennis Landschaft Deutschland nicht existent ist (wie im Gegensatz zum Fußball), bleibt den Leuten die gewisse Dinge eben anders sehen als der Mainstream, nichts anderes übrig als sich hier zu äußern. Was auch das gute Recht jedes einzelnen ist, schließlich finanziert man den DTTB als Vereinsspielen ja zum Teil mit.