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AW: Olympische Spiele 2020 Tokio - andere Sportarten
Vielleicht ist ja gerade diese Fokussierung auf den absoluten Spitzensport ( Maßstab ist die Chance auf internationale Siege) das große Problem des *normalen* Sports? Spätestens mit 12 Jahren bekommen die Kinder mit, dass eine Bezirksmeisterschaft heute im Grunde so viel wert ist wie die Zeitung von gestern. Es zählen nur die Superstars. Und ein Zwölfjähriger erkennt auch schon, dass er praktisch null Chance hat, dorthin zu kommen. In einer absoluten Randsportart wie Synchronschwimmen, Ringen oder Bogenschießen, wo es national und international wenig Konkurrenz gibt, ist es ja noch halbwegs realistisch. Aber wenn du in Tennis oder Tischtennis nicht mit 12 in irgendwelchen Kadern bist, ist die Sache durch! Und dann merkt das Kind, dass die Leistungskluft zwischen den gezielt Geförderten und ihm selbst immer größer wird, selbst wenn es viermal in der Woche in seinem Verein trainiert. Kein Wunder, dass da die Motivation verloren geht. Das Problem hat der Fußball übrigens genauso: von der D-Jugend bis zur A-Jugend liegt der Schwund bei fast 90 Prozent. Die Achtjährigen glauben noch, sie könnten der nächste Kimmich werden, mit 12 kommt das Erwachen.
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Stopp dem Windelmüll!
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