Jetzt komm ich auch noch dazu
Hab´ zwar mein Studium nach 4 Jahren aufgegeben (MaschBau Uni Karlsr.) und mich danach der Zimmerei gewidmet, aber auch das sollte helfen.
Zum Thema, so ganz aus dem Bauch ´raus:
Ein Sandwich
(nicht Käse- Schinken sondern z.B. Deckschicht-Balsa-Deckschicht)
Idealisiert:
Die Mittelschicht hat die Hauptaufgabe, die Deckschichten in einem bestimmten Abstand voneinander zu halten und eine gegenseitige Verschiebung der Deckflächen zueinander zu verhindern.
Als Folge davon werden die Deckschichten rein auf Zug&Druck (Außenkurve länger Innenkurve) in der Flächenebene belastet. Dafür nehmen sie jedoch den Hauptteil der Kräfte auf.
Bei Holz ist die Belastbarkeit Quer / längs zur Faser
extrem unterschiedlich. Wenn man die Deckfurniere quer draufpappen würde wär nach wenigen Schlägen Ende.
Die Faserrichtung ist also elementar.
Dadurch sind natürlich auch die Grundfrequenzen der Eigenschwingungen in/quer zur Faserrichtung unterschiedlich.
Ob diese 20° jetzt Absicht sind weiß wohl nur der Hersteller.
Dadurch lassen sich z.b. Schwingungseigenschaften, Elastizität, Festigkeit, Dämpfung des Blattes in verschiedenen Richtungen gezielt beeinflussen.
Das Ergebniss ist ein
Gesamtgebilde
Wer das zerpflücken und getrennt beschreiben kann kriegt den Nobelpreis.
Kurz vor Chaostheorie.
Zum Impuls:
Lässt sich in Maßen leiten (hohes E-Modul, wenig mikroskop. Reibung) und dämpfen (niedr. E-Modul, viel mikrosk. Reibung.=Wärmeentwicklung)
Dazu kommen Materialübergänge (Sperrschichten, Trennfugen siehe Rendler ect.) und Faserrichtungen.
Spannende Sache, das Ganze
Gruß, Jan