Es geschah in einer höheren Spielklasse bei einem bekannten TT-Verein:
Die Ausgangslage: Laut Spielplan spielte der Tabellenvorletzte aus B1 beim Tabellenzweiten aus B2. An sich eine klare Sache.
Aber beim Tabellenzweiten fehlte bei Spielbeginn die Nr. 2. Sie meldete sich jedoch über Handy mit der Nachricht: „Sie stehe in einem Stau komme aber noch rechtzeitig zu ihrem Spiel“. Also wurde sie in den Spielbericht aufgenommen, nachdem der OSR schon leicht „hibbelig“ wurde. Es kam so wie erwartet. Der Tabellenvorletzte wurde regelrecht überollt, und plötzlich lautete der Spielstand 7:3 für B2 als 2 Dinge geschahen:
1. Die sehnsüchtig erwartete Nr. 2 erschien in der Halle
und
2. Die Spitzenspielerin von B2 ( eine bis dahin ungeschlagene Chinesin) wurde zu ihrem 3. Einzel aufgerufen.
Nun dämmerte es den Verantwortlichen von B2, dass ihre Spitzenspielerin verlieren musste, damit die Nr. 2 noch in die Wertung kommt. Mit Hilfen der Technik und einer Dolmetscherin wurde der Spielerin klargemacht, was auf dem Spiel steht, und siehe da sie hatte das Spielen verlernt und lag urplötzlich gegen ihre Gegnerin haushoch im Rückstand. Diese roch jedoch den Braten und war auf einmal am Knie verletzt und gab auf.
B2 hatte zwar 8:3 gewonnen. Das Spiel wurde jedoch mit 8:0 für B1 gewertet, da die Nr. 2 nicht zum Einsatz kam.
Über das sportliche Verhalten beider Parteien mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
Ich finde: Solche Vorgänge sind mit für das Image von Tischtennis in der Öffentlichkeit verantwortlich.