Zum Titel des Thema passt es, zu der bisherigen Diskussion allerdings eher weniger. Ich habe ein Interview mit Liu Jia gelesen, bei dem sie folgende Aussagen trifft:
Zitat:
"In jeder Schule gibt es eine Tischtennishalle, wo um die Plätze gekämpft wird. Da stehen die Kinder Schlange, dass sie überhaupt mittrainieren dürfen. Es gibt sehr viele Tischtennis-Zentren, wo Kinder von klein auf professionell in höchster Qualität geschult werden. Aber es wird natürlich auch erwartet von der chinesischen Tischtennis-Mannschaft, dass sie Gold holt."
"Das ist nur Drill. Dort wird man jeden Tag um 6 Uhr aufgeweckt und muss Morgensport machen, danach waschen, frühstücken und gemeinsam ins Training. Das ist fast wie ein kleines Militär, weil alle das gleiche machen, Montag bis Samstag. In China gibt es so viele Menschen, da kommen nur die Härtesten durch. Und daher wird überhaupt keine Rücksicht genommen auf das Individuelle. Es ist auch gar nicht möglich: Wir waren 40 Kinder in einer Gruppe bei zwei oder drei Trainern. Wer soll sich da noch um meine Seele kümmern? Ein sensibles Kind wird da sicher viel leiden."
"Wenn wir die Österreicher so drillen, dann schaffen wir auch 100 Medaillen. Aber ich weiß nicht, ob das sinnvoll ist. Ich bin Mutter, ich will auch, dass mein Kind neben einer guten sportlichen Leistung auch ein gutes Leben hat. Aber diese menschliche Seite wird in China nicht hinterfragt, es wird aber zumindest gerade darüber diskutiert."
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Natürlich haben die meisten von all diesen Dingen schon gehört, ich finde es dennoch immer wieder besonders sowas auch von Spielern zuhören die in dem System aufgewachsen sind.
Dann lieber nur Silber oder Bronze (oder auch mal keine Medaille) gewinnen, aber den Kindern eine vernünftige Kindheit ermöglichen.