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AW: Einblick in die Tischtennis-Weltmacht China
Was mir bei den Chinesen auffaellt: Seit ca. 2005 haben sie immer 2-3 Spieler gleichzeitig, die extrem dominant und von Auslaendern kaum zu schlagen sind: Wang Liquin, Ma Lin, Wang Hao, Zhang Jike, Ma Long, Fan Zhendong (evtl. noch Xu Xin). Dahinter gibt es weitere 3-6 Spieler, die ohne die 2-3 ganz dominanten Chinesen als Team immer Topfavorit waeren und im Einzel zum Favoritenkreis zaehlen wuerden, aber die im Vergleich zu den sechs oben genannten eben durchaus schlagbar waeren (was diverse Turniere in der juengeren Vergangenheit auch gezeigt haben).
Das chinesische System produziert also (zumindest bei den Herren) auch nur relativ wenige Spieler, die dem Rest der Welt klar ueberlegen sind. Ansonsten machen sie aus ihren 80 Millionen Spielern + Knowhow + hartem Training auch "nur" (in dicken "") Spieler, die auf aehnlichem Niveau wie die anderen absoluten Topnationen sind (z.B. Suedkorea in den 2000ern, Japan um 2016, Deutschland mit Boll, Ovtcharov und Suess/Franziska). Die Wang Hao/Ma Lin/Wang Liquin-Generation z.B. galt damals ja auch in China als aussergewoehnlich gut.
Die Frage lautet dann: Kommt vielleicht auch irgendwann mal wieder eine Phase, wo das starke chinesische System gerade keine absoluten Ausnahmetalente durchlaufen? Dann wuerde China zumindest bei den Herren zumindest schlagbar sein. Oder ist das chinesische System so gut, dass es eben in jeder Generation mindestens zwei Wang Liquins, Zhang Jikes oder Ma Longs produziert?
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"Reality continues ruining my life!"
(Calvin)
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