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Alt 21.08.2021, 16:57
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Schupfkönig Beitrag anzeigen
Ich frage mich wie das gehen soll? Als Voraussetzung für Asyl einen Hochschulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung oder zumindest eine Lehre?
Die anderen anderen werden ins Kriegsgebiet zurück geschickt mit dem Hinweis das Sie sich erst Bilden sollen und es dann nochmal probieren können weil sie nach aktuellem Stand für Deutschland nicht brauchbar sind?
Asyl ist doch eine ganz andere Baustelle. Die Mehrheit der "Asylanten" sind in Wirklichkeit Wirtschaftsflüchtlinge/Glücksritter.

Gestern wieder so eine Story gehört, die mich an Deutschland zweifeln lässt:

Syrer, genehmigter Asylbescheid. Wohl ein intelligenter Bursche, hat sogar Arbeitserlaubnis und Studienzulassung Maschinenbau erhalten und ist an der örtlichen FH eingeschrieben. Hat auch einen Nebenjob in der Gastronomie bekommen und sogar günstigen Wohnraum. Und was macht der Vogel? Fährt erstmal 3 Monate auf Heimaturlaub! Ja was denn nun? Verfolgt oder nicht? Der Gastronom bei dem er beschäftigt ist/war ist stinksauer, weil er ihm während Corona komplett die Stange gehalten hat und er jetzt, wo es wieder anläuft, dringend sein Personal braucht...

Mich stört die Durchmischung von geordneter Zuwanderung/Asyl. Der Staat gibt immer noch 30 Mrd jährlich für "2015" aus. Mit dem "Erfolg", dass, je nach Statistik, 50-70% in Hartz4 sind und viele andere in Billigjobs wo sie faktisch keine Steuern zahlen und das wenige Geld zum Teil noch per Transfer in die Heimat aus der Volkswirtschaft abfließt.

Dazu kommt natürlich die dauerhafte Brechung von "Dublin". Wer sagt, dass wir die alle aufnehmen müssen, nur weil kein anderer will? So sieht es ja in der Realität aus. Was kostet uns "Vollpension" für 1 Mio Afghanen in Pakistan? Was hier?

Ich empfehle hierzu mal die Interviews von Maischberger aus 2010/11 mit Helmut Schmidt, der eine Meinung vertritt, die wie aus einer anderen Zeit scheint, aber aktueller denn je ist. Er erwähnt auch explizit die Probleme mit Afghanen.

Ich bin mir aber auch sehr sicher, dass man sich diesmal rauskauft. Zudem dürften Afghanen kaum weiter als bis Bulgarien oder Ungarn kommen. Da kann Deutschland tönen wie es will.

Und zur Rente/Zuwanderung:

Auch da bin ich bei Schmidt. Dann muss man hier ausbilden, es herrscht EU Freizügigkeit und wenn man gehaltstechnisch endlich vom Billigwahn weggeht und hier im Vergleich mit anderen westlichen Staaten endlich wieder konkurrenzfähige Löhne zahlt, dann findet man auch Leute. Nur will ja aktuell selbst aus Polen, Tschechien, Ungarn und auch Südeuropa niemand mehr kommen, da Lohnniveau, Steuerlast und Lebenshaltungskosten absolut unattraktiv sind. Selbst die zeitweise massive Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien ebbt langsam ab, da immer weniger dort bereit sind hier als Billigheimer ausgenutzt zu werden.

Arndt Kirchhoff hat es doch heute in einem großen Interview richtig gesagt. War zwar auf die Umwelttechnologie bezogen, kann man aber auch auf andere Bereiche deuten.

"Wir müssen qualitativ soviel besser sein, wie wir im weltweiten Vergleich teurer sind".

Für mich einer der klügsten Sätze der letzten Jahre. Dafür muss man sich mMn. im Bereich Zuwanderung, Steuern, Abgaben völlig neu aufstellen. Qualität statt Quantität.