

Dazu kommt, dass du als Turmspringerin auf diesem Niveau so wahnsinnig konzentriert während des gesamten Sprungs sein musst, was, behaupte ich, völlig unmöglich ist, wenn du mit deiner Situation unzufrieden bist.
Und, ob es die Entscheidung des Mädchens war, alles fürs Turmspringen zu opfern und zu geben oder die Entscheidung von anderen, ist letztlich dann total egal, wenn sie alles dafür gibt. Dann macht sie es nämlich zu ihrer ganz eigenen Angelegenheit. Das ist immer so, wenn man sich voll für eine Sache einsetzt.
Relativiert sich der Glaube an den eigenen freien Willen/die eigene freie Entscheidung nicht dadurch, dass das Endziel, auf das wir alle zusteuern, ganz und gar keine freie Entscheidung ist?
Macht es im Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit nicht mehr Sinn, alles aus sich herauszuholen, ganz egal, was man macht? - ohne es zu bedauern?
Denn, wenn ich etwas zu 100% tue, bleibt kein Prozent mehr an etwas anderes zu denken und damit auch kein % für Zweifel - hört sich ziemlich unfrei an.
Denn, wo kein Zweifel ist, ist auch wenig Freiheit, wenig Spielraum für andere Wege/Entscheidungen,
aber warum sollte man die persönliche Freiheit dermaßen hochhängen, wenn das Ziel, auf das wir alle zufahren auch nichts mit persönlicher Freiheit zu tun hat?