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Zitat von ropa
Es gibt aber auch einige Hinweise auf Stallorder im chinesischen Team damit Chuang siegt und Li Furong immer 2. wurde. Beweisen kann man das natürlich nach 55 Jahren nicht mehr..., .
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Ehrlich gesagt halte ich von solchen Gerüchten, die es ja immer wieder mal gab, wenn ein Spieler oder eine Spielerin zu überlegen war, gar nichts. Sie tun nichts weiter, als die ehrlich erworbenen Leistungen von Sportlern zu diskreditieren.
So wurde ja auch beispielsweise immer das Gerücht gestreut, dass die Chinesen und ihre Spielerin Zhang Li in den 70ern zweimal die einzige nordkoreanische Weltmeisterin Pak Yung-Sun haben gewinnen lassen wegen der Beziehungen zu Nordkorea. Alles nicht bewiesen und daher für mich eigentlich nur üble Nachrede derer, die das damals getan haben.
Soweit ich das beurteilen kann, war Chuang-tse-tung der in allen Belangen bessere Spieler als Li Furong, der damals sicher die Nr. 2 war.
Zitat:
Zitat von ropa
Der Duden definiert BESTER eindeutig mit Sieger bzw. Erster.
Ma ist 3 x Weltmeiser und 2 x Olympiasieger im Einzel, immerhin auch, nicht zu vergessen, 2 mal Weltmeiser im Doppel-das kommt auch nicht mal eben so daher, da mauss man auch was können; 8 (!) mal Sieger der Chinese Open (dem Wimbledon des TT, in den letzten Jahren 1 x Boykott und 2 x wegen Corona ausgefallen, sonst hätten das womöglich auch 10x sein können).
Bester Spieler heisst halt nicht grösstes Talent oder geniales Händchen sondern schlicht und ergreifend: die meisten Siege-und das ist in der Neuzeit eindeutig MA LONG! ).
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Das ist natürlich Ansichtssache, an welchen Kriterien man einen "besten Spieler" bewertet. Ich persönlich lege daran auch noch einige andere Kriterien an, wie beispielsweise der innovative Einfluss, den ein Spieler in seiner Spielweise auf die Nachwelt hatte, Charisma usw.
Aber wenn Du die reinen Zahlen für Deine Bewertung reklamierst, dann musst Du dabei natürlich auch berücksichtigen, dass es vor den 90ern kein Olympia, keinen World-Cup, kine Grand-Finals usw. gab.
Was den Vergleich Ma Long / Chuang-Tse-Tung betrifft, so muss man hier natürlich auch berücksichtigen, dass auch ein Chuang-Tse-Tung 3 Mal Weltmeister war und er mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit auch 67 und 69 Weltmeister geworden wäre, wenn Mao damals sein Land mit seiner Kulturrevolution nicht ins Chaos gestürzt hätte und die WM#S boykottieren liess. Damals fegte Chuang-Tse-Tung dann die japanischen Weltmeister Hasegawa und Ito in anderen Vergelichskämpfen mit Kantersiegen von der Platte. Und er wäre sicher auch Olympiasierge usw. geworden, aber das gab es damals eben nicht.
Wo ich mit Dir aber konform gehe ist, dass Ma Long in der historischen Bewertung ganz eindeutig vor Jan Ove Waldner kommt. Das trifft auch für Guo Yuehua zu.
Ich mag Waldner auch, aber ich denke, dass er bei aller Sympathier in unseren Breitengraden bei solchen Vergleichen auch etwas überbewertet wird, weil er eben ein Europäer ist, der den Chinesen lange Paroli geboten hat