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Zitat von appelgrenfan
Das ist m.E. nicht korrekt. "Sieger" oder "Erster" sind Synonyme, die der Duden angibt, keine Definition. "Bester" ist einfach der Superlativ zu "gut", somit also der Spieler der so "gut" spielte wie kein anderer. Damit bleiben weiterhin auch andere Faktoren möglich in der Bewertung als nur die Zahl und Bedeutung der Titel.
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Sehe ich ganz genauso !
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Zitat von ropa
Ich möchte dessen Können in keinster Weise schmälern aber auch zu Bedenken geben, dass Tischtennis in China erst ab Anfang der 60er Jahre. quasi auf Befehl, Volkssport wurde und in dieser Zeit längst nicht die hochprofessionelle und landesweite Sichtung von Talenten durch qualifizierte Scouts durchgeführt wurde wie heute. Ergo mussten sich die damaligen Champions noch nicht mit so einem riesigen Pool an hochprofessionell trainierten einheimischen Konkurrenten `herumplagen` wie heuer Ma Long.
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Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass Tischtennis in den 60ern in China quasi auf Befehl zum Volkssport gemacht wurde, Ropa. Ich hab dazu ja vor paar Tagen schon was im "China-Thread" geschrieben. Tischtennis war schon in den 20ern, 30ern in China ein Volkssport, das traditionelle Pingpong, und das auch ganz ohne Befehl, nur war er eben ganz anders organisiert als in Europa. Es gab Provinzmannschaften, Betriebsmannschaften usw. und er war nicht wirklich national organisiert. Dies passierte dann erst so ab Mitte der 50er-Jahre, als plötzlich die Japaner/innen sozusagen die "Weltherrschaft" im Tischtennis übernommen hatten. Ab Anfang der 60er war es dann schon so perfekt organisiert, dass die Chinesen sofort begannen, die Japaner zu überholen. Zu Chuang-tse-tugs Zeiten gab es da schon eine sehr straffe Auswahl. Und Chuang war eben ein Naturtalent, dass zu jeder Zeit an die Spitze gekommen wäre.
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Zitat von ropa
Ebenso steckte Tischtennis in anderen Teilen der Welt (Amerika, Afrika...) noch in den Kinderschuhen. Erfreulicherweise kommen aber mittlerweile herausragende Spieler auch von dort (Aruna, Assar, Calderano...) die bei WM oder Olympia auch erst mal bezwungen werden wollen. Wenn Calderano mal einen Sahnetag erwischt und Ma Long mal völlig neben der Spur ist er auch besiegbar. ...
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Das ist schon richtig, auch wenn Amerikaner, Afrikaner oder Australier auch heutzutage niemanden haben, der realistisch Weltmeister werden könnte.
Aber dafür waren damals die Europäer im Vergleich deutlich stärker als heute, wenn man es in der Relation sieht. Da gab es Spieler wie Stellan Bengtsson, Istvan Yonyer, Stipancic, Alser, Johannson, Surbek usw. die es alle drauf hatten, auch Weltmeister werden zu können. Die gibt's heute in dieser Qualität nicht mehr.
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Zitat von Lousy Defence
Das ist eine Spekulation, die dem erwähnten Spieler eine Leistung zuschreibt, die dieser nicht erbracht hat. 
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Darum geht es hier auch überhaupt nicht, LD
Es geht hier darum, wen man für den besten Spieler hält.
Die Bemerkung meinerseits, dass Chuang-tse-tung wohl auch die WM's '67 und '69 gewonnen hätte, war lediglich noch ein persönlicher Zusatz, der absolut nichts damit zu tun hat, dass ich ihn für den besten Spieler aller Zeiten halte. Das ist meine Meinung.
Es könnte rein theoretisch auch jemand der beste Spieler aller Zeiten sein, wenn er nur ein einziges Mal Weltmeister geworden wäre, wenn man ihm weitere Teilnahmen verwehrt hätte.