Zitat von Wolf11
Interessante Schilderung, D.Lirium......
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit diesem Thema "Mann v Frau" generell meine gewissen Probleme habe, wenn es so diskutiert wird, wie teilweise in den früheren Postings dieses Threads, weil es oft zu völlig unangebrachten und für die Damen fast immer despektierlichen Vergleichen führt.
Wenn man sich diesen, zugegebenermaßen "uralten" Thread mal ein bisschen durchliest, dann stehen einem da ob der schon teilweise peinlichen Bemerkungen (Frauen können shoppen) nur noch die Haare zu Berge.
Wenn solche Vergleiche überhaupt herangezogen werden, dann muss man sie eben auch immer in einen entsprechenden Kontext setzen.
Es würde ja beispielsweise auch niemand auf die Idee kommen zu schreiben, dass Elaine Thompson, die Olympiasiegerin im 100 m-Lauf aus Jamaika, keine Chance gegen den niedersächsischen Meister hätte, der noch ein paar Zehntel schneller läuft. Der biologisch bedingte Unterschied zwischen Mann und Frau lässt so etwas nicht zu, ohne dass es despektierlich wird
Viele Vergleiche, die in der Historie dieses Threads angestellt wurden, sind in der Tat, so wie das hier von Sebsatian Borchardt auch zutreffend zitiert wurde, lächerlich...... D.Lirium hat das hier auch sehr zutreffend angemerkt.
Ohne jede Frage würden die Top-Chinesinnen wie CHEN MENG, SUN YINGSHA oder WANG MANYU in der Bundesliga nicht nur locker mitspielen können, sondern sie würden den Großteil dieser Bundesligaspieler auch jederzeit schlagen können. Spieler aus der 2. Bundesliga würden da mehr oder weniger erst recht auf verlorenem Posten stehen.
Wie ich ja bereits in einem anderen Thread geschrieben habe, hat beispielsweise DING NING in Trainingsspielen in der 1. Hälfte des letzten Jahrzehnts Spieler wie ZHANG JIKE oder WANG HAO geschlagen, und das auch ganz ohne Gewährung eines Vorsprung. Und man kann wohl durchaus behaupten, dass Spieler von der Klasse eines Zhang Jike nicht in der Bundesliga unterwegs sind.
Die chinesischen Spitzenspielerinnen des A-Kaders trainieren in regelmäßigen Abständen gemeinsam mit den chinesischen Spitzenspieler des A-Kaders. Und das bringt nicht nur einer Chen Meng und Sun Yingsha etwas, sondern auch einem Ma Long und einem Fan Zhendong, sonst würden das die Chinesen nicht machen. Und eine Chen Meng, die sich in Trainingseinheiten in gewisser Regelmäßigkeit mit einem Ma Long duelliert, hat ganz bestimmt keinerlei "Angst" vor einem Cristian Pletea, Maciej Kubik, Maksim Grebnev usw. Und ja, sie würde ihnen nicht nur gefährlich werden, sondern sie würde sie schlagen
Manchen "Herren der Schöpfung" würde es da generell manchmal ganz gut zu Gesicht stehen, mal von ihrem "hohen Roß" herunterzusteigen und Realitätsfindung zu betreiben.
Dass damals Landesligaspieler reihenweise Qianhong Gotsch geschlagen haben wollen, sind in der Tat Märchengeschichten, allerdings keine guten
Gute Bundesligaspielerinnen würden nicht nur Regionalligaspieler schlagen, sondern sondern sie würden auch in der 2. Bundesliga und erst recht in der 3. Bundesliga ihre Spiele gewinnen können.
Was man aber sagen muss, ist die Tatsache, dass der Leistungsunterschied innerhalb der Top-100 bei den Damen größer ist als bei den Top-100 bei den Herren. Das aber liegt nicht an der Schwäche der Damen von Platz 20-100, sondern das liegt fast ausschliesslich an der Stärke der Top-Chinesinnen. Und mit "Top-Chinesinnen" meine ich die besten etwa 20 Chinesinnen des A- und B-Kaders.
Nicht von ungefähr sind die chinesischen Frauen bei allen großen Meisterschaften im Einzel seit fast 30 Jahren unbesiegt. Davon sind selbst die chinesischen Männer weit entfernt.
Aber Frauen bleiben Frauen und Männer bleiben Männer. Sie haben unterschiedliche biologische Voraussetzungen und in diesem Kontext muss man das auch immer bewerten.
Ein Patrick Franziska würde im direkten Duell eine Han Ying schlagen, aber deswegen ist Han Ying trotzdem die klar bessere und sportlich hochwertigere (weil erfolgreichere) Tischtennis-Spieler(in) als Patrick Franziska, weil man solche Vergleiche eben immer nur dann ziehen darf, wenn man sie in den entsprechenden Kontext Mann/Frau setzt.
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