Also Leute (Jan Move, Sriver Spieler), um hier vielleicht einiges meinerseits in die richtigen Relationen zu bringen :
Ich weiss, dass die meisten der hier schreibenden diese Vergleiche bezüglich der absoluten Spielstärke definitiv nicht abwertend meinen. Das würde ich auch niemandem unterstellen. Es hört sich aber (ungewollt) für die Damen oft sehr abwertend an. Ich kenne einige Tischtennis-spielenden Damen, denen solche Vergleiche inzwischen ganz gewaltig auf den Keks gehen.
Ich glaube, das Problem hier im Forum liegt bei dieser Thematik auf einer ganz anderen Ebene. Nämlich auf derjenigen, dass das Forum, was die mitschreibenden User betrifft, nahezu komplett männerdominiert ist. Es schreiben hier (soweit ich das beurteilen kann) fast ausschliesslich Männer über Tischtennis und beschreiben somit diese Thematik, was Damen und Herren betrifft, nahezu ausschliesslich aus Männersicht. Das sollte man bei dieser Gelegenheit einmal bedenken und auch, wie das, was manchmal so geschrieben wird, auf Frauen wirken muss und wohl auch wirkt, wenn ich mir anhöre, was so die eine oder andere Frau darüber denkt.
Dass ein absoluter Vergleich gerade in unteren Ligen, wo Frauen verstärkt mit Männer spielen, einen gewissen Sinn macht, habe ich ja in einem meiner Vorpostings geschrieben.
Von einer verbissenen Meinungsäußerung bin ich weit entfernt, denn dafür ist das Leben viel zu schön und die Lebenszeit viel zu kurz, um sich hier so zu verzetteln, aber es ist eben nun einmal das Sinnbild einer lebhaften Diskussion, wenn man seine eigene Meinung auch manchmal mit einer gewissen Nachhaltigkeit kundtut, vor allem dann, wenn eine Thematik von vielen nur aus einer von mehreren Perspektiven gesehen wird. Sind wir doch froh, dass es so lebhafte Diskussionen geben kann.
Und zu Appelgrenfan.......Auch von relativen Stärken zu sprechen hat in seiner Umsetzung natürlich gewisse Grenzen. Man kann für 25 unterschiedliche Sehstärken natürlich keine 25 verschiedene Klassen ausspielen und keine 25 verschiedene relative Stärken festlegen, um mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Wir bekommen ja gerade bei den Paralympics vorgeführt, zu was so etwas führen kann, wo gerade im Herren- und Dameneinzel 21 verschiedene Leistungsklassen ausgespielt werden. Und auch kann man hier gewisse Nachteile mit Korrekturen wie Sehhilfen ausgleichen. Ebenso ist das bei den Trainingsbedingungen der Fall. Man kann auch bei der Festlegung von relativen Stärken nicht alle variierenden Voraussetzungen bewerten. Manchmal ist das dann eben auch ganz schlicht und ergreifend persönliches Pech. Das trifft übrigens nicht nur auf Sehstärken oder Trainingsbedingungen zu, sondern auch auf die Zugehörigkeit einer Nationalität. Und da hat eine Chinesin eben nicht immer nur den Vorteil der besten Trainingsbedingungen, sondern auch den Nachteil der größten Konkurrenz. Bestes Beispiel dafür ist etwa Chen Xingtong, über die ich gerade einen Thread aufgemacht habe. Sie ist in einer bereinigten Weltrangliste momentan etwa die Nr. 7 in der Welt, wäre außerhalb China's die Nummer 1 der Welt, hat aber nur geringe Chancen, an Olympia oder einer WM teilzunehmen, weil eben noch5-6 Chinesinnen vor ihr stehen. Auch das ist persönliches Pech.
Das alles hat aber nichts zu tun mit der Unterscheidung der verschiedenen physischen Grundvoraussetzungen durch das angeborene Geschlecht, welches man nicht verändern kann (zumindest nicht die physischen Voraussetzungen), weswegen da absolute Vergleiche eben immer schwierig bleiben, zumindest aus der Sicht derjenigen, die bei diesen Vergleichen die schwächeren sind.
Zitat:
Zitat von Trillian
Das liegt aber hauptsächlich an der geringen Anzahl Damen, die überhaupt spielen. Wenn die Bezirksliga die unterste Liga ist, kann sie nicht vergleichbar sein mit der Herren Bezirksliga. In der Weltspitze muss das nicht pauschal genauso sein. Das Niveau wird mangels Masse aber auch dort schneller sinken als im Herrenbereich. In Asien, wo deutlich mehr Frauen Tischtennis spielen, sieht das aber anders aus.
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Auch ein sehr guter Punkt....!!!!