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Alt 07.10.2021, 05:41
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Wolf11 Wolf11 ist offline
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AW: Die ewige Weltrangliste

Natürlich ist ein Rückvergleich genauso gewichtig wie ein Vorwärtsvergleich, das macht doch überhaupt keinen Unterschied

Medienpräsenz, Materialentwicklung, Professionalisierung, Technik haben da nach meiner Meinung überhaupt keine Relevanz für diese Frage, weil sie eben immer nur im Kontext ihrer eigenen jeweiligen Zeit gesehen werden dürfen und man daraus nicht ableiten kann, dass die Sportler deswegen früher eine geringere Qualität hatten. Die Leistungen der Sportler heutzutage haben sich lediglich den verbesserten Bedingungen bzgl. Material, Trainingsmethodik usw. angepasst

Natürlich ergeben diese äußeren Verbesserungen auch gesteigerte Leistungen, was aber absolut nichts daran ändert, dass ein WM-Titel früher genauso viel wert war wie heute und auch genau so schwer zu erreichen war wie heute.

Und ob Tischtennis heutzutage eine größere Relevanz hat, mag noch dahingestellt sein. Ich kann mich noch an die damalige Zeit erinnern und da war der Fokus, in dem der Tischtennissport stand, in der öffentlichen Wahrnehmung zumindest in Deutschland wesentlich größer als heute. Damals kam Tischtennis in der allgemeinen Popularität in Deutschland noch gleich hinter Fussball, Handball und vielleicht noch Leichtathletik. heute ist TT eher in Europa nur noch eine Randsportart, zumindest was öffentliche Wahrnehmung und Medienpräsenz betrifft.

Ich kann mich noch gut an den WM-Triumph von Stellan Bengtsson 1971 im Finale gegen Shigeo Ito erinnern, hab das damals live im TV gesehen. Das löste damals einen richtigen Hype aus, nicht nur in Schweden, sondern in ganz Europa. Bengtsson war so etwas wie der erste europäische Popstar des Tischtennis und alle eiferten ihm nach. Da war nichts von vorsintflutlichem Pingpong oder Spiel mit Holzbrettern, sondern das war eine große Nummer damals und ich sehe keinerlei Grund, diese WM-Erfolge in den 60ern und 70ern weniger hoch einzustufen als die WM-Erfolge heutzutage...

Aber wie gesagt, wir sehen das eben unterschiedlich und haben da einen unterschiedlichen Ansatzpunkt in dieser Frage, was ja auch völlig legitim und in Ordnung ist..
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