WAZ Bochum
Munscheid bot trauriges Bild
Ein äußerst trauriges Bild: Tischtennis-Regionalligist TTG Müller-Munscheid hat es nicht geschafft, mehr als drei Stammspieler im Spiel gegen den Post SV Hagen an die Platte zu bringen. Eine erneut 0:9-Niederlage, mit gerade einmal zwei Satzgewinnen, ist das bittere Ergebnis in nackten Zahlen.
Was die Munscheider aber scheinbar gelassen hinnahmen. "Es ist doch egal, ob wir 0:9 oder 1:9 verlieren", sagte Mannschaftskapitän Frank Wolter, der selbst wie auch Patrick Leis (Blasenentzündung) und Ladislav Madel (nicht rechtzeitig zurück aus dem Heimaturlaub) fehlte. Wolter war das ganze Wochenende nur im Großraum Würzburg erreichbar, wo er lieber seiner Funktion als Hallensprecher und Betreuer im Einsatz des Bundesligisten Müller Würzburger Hofbräu nachging, als selbst zu spielen.
"Wenigstens haben wir die Hagener über unsere Lazarett-Verhältnisse vorab informiert", so Wolter, worauf sich der leicht angeschlagene Ex-Munscheider Andreas Fejer-Konnerth auf Hagener Seite schonen konnte. Wie aber - angesichts der Munscheider Aufstellung - eigentlich auch der Rest der Hagener Top-Mannschaft, die acht der neun Spiele glatt in drei Sätzen gewann. Nur der polnische Spitzenspieler Jacub Kosowski nicht, den Jens Gester kräftig ärgerte. Aber wie schon in manch anderer Partie vorher gab der Neu-Munscheider eine 2:0-Satzführung noch aus der Hand.
Dies war aber schon der einzige Höhepunkt einer außerordentlich einseitigen Partie, die in dieser Form auf Regionalliga-Niveau nichts zu suchen hat. Nur gut, dass sich sowieso kaum noch Zuschauer in die Munscheider Halle verlaufen. Das wäre bei dieser amateurhaften Vorstellung nämlich reinste Zeitverschwendung.
TTG Müller-Munscheid - Post SV Hagen 9:0 - Arnolda 0:1, Gester 0:1, Lewandowski 0:1, Tischlik 0:1, Kloss 0:1, Hourtz 0:1; Doppel: 0:3.