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AW: Benehmen der Nachwuchsspieler
Jetzt meldet sich noch ein Hiperer zu Wort, der beim Spiel war.
In der Tat: das Verhalten einiger Würzburger war bislang unerreicht. Das habe ich in mittlerweile 25 Jahren Turnier- und Mannsschaftssport noch nicht erlebt. Aus meiner Sicht waren es vor allem Aydin, Pache und auch Fan beteiligt. Die anderen blieben fair und im normalen Rahmen.
Das Schlimme war eigentlich, dass es nicht nur der jeweils Spielende war, der Tarzan nachgeeifert hat, sondern es oft von der Bank kam. Wenn Pache beim Stand von 1:1 im ersten Satz einen Schupffehler eines Hilpoltsteiner Spieler mit lautem Gebrüll bejubelt, ist das schon höchst sonderbar.
Vorwürfe müssen sich hier meiner Meinung nach die Spieler selbst und die Würzburger Verantwortlichen gefallen lassen. Zum Einen ist ungebührliches Benehmen sicher auch eine Erziehungs- oder Charakterfrage.
Aber: es müsste eigentlich den Würzburger Offiziellen und dem Trainerstab in Würzburg obliegen, dieses Benehmen zu korrigieren. Ich unterstelle keinem Betreuer oder Trainer, dass er seine Spieler bewußt zu einem solchen Verhalten auffordert. Aber gewisse Benimm-Regeln zu vermitteln, gehört zu den Aufgaben von Trainern, insbesondere bei einem Verein, der unter Profi-Bedingungen arbeitet. Insofern kann ich auch nicht verstehen warum Cornel Borsos, den ich stets als 100%-ig fairen Spieler kennen gelernt habe, hier nicht schon im Spiel korrigierend eingreift.
Motivation und Emotionen im Spiel sind gut und wichtig, aber nicht zu Lasten des Gegeners.
Ich selbst kann auch im Spiel nicht immer meine Klappe halten, genau wie andere Diskussionsteilnehmer (Lupo, Tobi, ...). Aber wir beschränken uns in der Regel immer auf uns selbst und versuchen keine bewusste Beeinflussung des Gegners.
In einer Tischtennishalle muss und soll keine Grabesstimmung herrschen, aber es gibt deutliche Grenzen nach oben. Daher mein Appell an die Betreuer: Beschränkt eure Trainingsarbeit nicht auf Technik und Kondition. Es gibt auch Werte zu vermitteln!!!!
Matthias Winkler
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