Zitat:
Zitat von Inkasso-Toni
Das Thema heißt ja *Auswirkung von Corona auf den Tischtennissport*.
Soweit ich das beurteilen kann und zwar bezirksübergreifend oder sogar verbandsweit, erlebt der Tischtennissport durch die Coronakrise einen großen Einbruch.
Corona ist für die generelle Entwicklung dabei nicht einmal der Hauptschuldige, sondern wirkte eher wie ein Katalysator bei einer chemischen Reaktion und beschleunigte den Niedergang.
Großen Vereinen geht es noch gut, aber diese können bald mit 8 Herrenmannschaften gegen sich selber spielen, denn die kleinen Vereine bekommen immer mehr Probleme und es brechen Spieler weg weil sie aufhören, zu wenige oder keine Jugendlichen nach kommen und sich andere Spieler größeren Vereinen anschließen.
Im Mädchen- und Damenbereich ist die Lage besonders dramatisch.
Für Tischtennis sieht es momentan nicht gut aus.
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Das kann ich voll und ganz bestätigen. Uns als relativ grossem Verein geht es momentan ziemlich gut. Wir haben einen riesigen Zulauf und mehr Mitglieder denn je. Gut, das kommt aber auch nicht von alleine sondern da steckt viel Arbeit dahinter, sodass wir die Mitgliederzahl über die letzten 20 Jahren ca. verdoppeln konnten. Auf der anderen Seite sehe ich wie kleinere Vereine aus den Nachbargemeinden mühe haben, ihre Teams zusammenhalten zu können. Bei diesen klaren Auflösungserscheinungen ist es nur eine Frage der Zeit bis diverse Vereine mit anderen Vereinen fusionieren müssen oder gar ganz verschwinden. Corona wirkt hier in der Tat als Beschleuniger. Viele insbsondere Ältere haben schon während der Hallen-Lockdowns aufgehört zu spielen, und jetzt sind es vor allem die Ungeimpften, die aufgrund von beschränkten oder nicht mehr vorhanden Trainingsmöglichkeiten reihenweise die Vereine verlassen. Gut dies war abzusehen. Dass es im Nachwuchsbereich und bei den Damen schon vorher kriselte ist nicht neu, aber Corona verschärft auch hier die Lage zusätzlich.