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Zitat von alba
Positiv sind die Auswirkungen sicherlich nicht. Bei den *Alten* haben manche die lange Pause zum Anlass genommen, den Schläger an die Wand zu nageln. Lezte Woche haben wir gegen ein *alte Mannschaft* (zwischen 58 und über 80 Jahre) gespielt. Die haben fast alle deutlich an Spielstärke abgenommen, dafür an Kilos zugelegt. Bei den Jüngsten fehlt ein kompletter Jahrgang an Neulingen. Aber das lässt sich mit viel Werbung wieder kompensieren.
Im *Mittelalter* bleiben vereinzelt sogenannte *Querdenker* weg.
Ich glaube auch, dass die *großen* Vereine (ich leite einen der etwas größeren) sogar erst einmal profitieren, aber wenn Tischtennis in der Fläche wegbricht, dann wird es mit dem Spielbetrieb schwierig, das sehe ich genauso. Die angesprochene Situation bei den Mädchen sehe ich auch als dramatisch (eine *Bezirksoberliga* als einziger Spielklasse, in der die meisten Spiele 10:0 enden, vergällt jede Freude am Sport), aber das war schon vor Corona so.
Aber in der Krise entstehen auch Chancen: Menschen möchten sich wieder bewegen, Leute treffen und Spaß haben. Hier kann man ansetzen.
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Auch bei den mittleren Jahrgängen könnte ich mir vorstellen, dass einige wegbrechen und aufhören. Auch, weil ich einer davon bin. Mit 33 gehöre ich jetzt nicht mehr zu den ganz jungen und habe während Corona beschlossen, mich nahezu vollständig vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Demnächst mache ich doch mein 1. Rundenspiel diese Saison, ich habe aber nicht vor, darauf noch viele folgen zu lassen. Ich habe mir während Corona die Zeit anders eingeteilt, da hat Tischtennis keinen wirklichen Platz mehr. Mehr als ein Training die Woche - und auch das eher halbherzig und mit mehr Blick auf das Bier danach - ist nicht drin. Auch, weil ich keine Lust darauf habe.